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Von allen Seiten bekämpfte die Feuerwehr den Brand in der Lagerhalle in der Schleißheimer Straße 100.

Großeinsatz für Rettungskräfte in Dachau

Lagerhalle auf dem Seebergelände geht in Flammen auf

Dachau - Eine Lagerhalle ist knapp neben den Produktionshallen von "Dahoam is dahoam" am Dienstag in Dachau in Flammen aufgegangen. Im Einsatz waren neun Feuerwehren aus dem Landkreis.

Von weitem war die Rauchsäule zu sehen, meterhohe Flammen schlugen aus dem Dachstuhl: Eine alte Lagerhalle auf dem Seebergelände in Dachau ging gestern Nachmittag in Flammen auf – unmittelbar neben dem Drehgelände von „Dahoam is dahoam“. Neun Feuerwehren aus dem Landkreis waren im Einsatz. 

Kurz nach 16 Uhr erfolgte gestern die Alarmierung: Brand auf einem Industriegelände, Schleißheimer Straße 100. Eine seit Jahren ungenutzte Lagerhalle auf dem stillgelegten Seebergelände war in Brand geraten. Die freiwilligen Helfer von neun Feuerwehren rückten nach Dachau-Ost aus, außerdem Polizei, Kripo, BRK. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand, die Ursache des Brandes ist noch unklar. 

Beim Eintreffen der Polizei, die als erstes am Einsatzort war, stand die Halle bereits in Vollbrand. Der Filmort „Lansing“ liegt daneben. Zunächst wurde befürchtet, dass das benachbarte Gelände, auf dem der Bayerische Rundfunk die Serie „Dahoam is dahoam“ dreht, betroffen sein könnte. Doch es war eine ehemalige Lagerhalle, die in Brand stand. Von weitem war die schwarze Rauchsäule zu sehen, meterhohe Flammen schlugen aus dem hölzernen Dachstuhl. 

Als die Feuerwehr eintraf, waren Teile des Dachs schon eingestürzt, wie Wolfgang Reichelt, Pressesprecher der Dachauer Feuerwehr, mitteilte. Mit mehreren Rohren bekämpften die Feuerwehrleute den Brand von allen Seiten, auch von der Drehleiter aus. „Das Wetter spielte uns natürlich in die Karten“, sagte Reichelt. Denn die Pflanzen und der Bewuchs in der Umgebung der brennenden Halle waren so nass, dass sich das Feuer nicht ausbreitete. 

Der Rauch zog in Richtung Süd-Osten, aufs freie Feld hinaus, sodass die Bewohner in der Nachbarschaft keine Beeinträchtigungen zu fürchten hatten. Trotzdem wurden die Anwohner über Rundfunkdurchsagen gewarnt und aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten. Bereits eine Stunde nach der Alarmierung, gegen 17.15 Uhr, war das Feuer laut Reichelt unter Kontrolle. Im Einsatz waren die Feuerwehren Dachau, Karlsfeld, Prittlbach, Ampermoching, Unterweilbach, Pellheim, Bergkirchen, Hebertshausen, Günding und die Kreisbrandinspektion. 

Die Schleißheimer Straße war mehrere Stunden lang gesperrt. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis zum späten Abend an. Das THW wurde nachalarmiert, teilte Reichelt am Abend mit. Es riss mit dem THW-Radlader die Giebelwände ein und öffnete die Halle, damit letzte Glutnester gelöscht werden konnten. 

Wie es zu dem Brand kam, ist unklar, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord. Auch zur Schadenshöhe konnte die Polizei noch nichts sagen. 

In der Halle war nach Angaben der Feuerwehr nur Gerümpel gelagert. Allerdings war sie offensichtlich beliebt bei Graffiti-Sprayern. Ob sich in der Halle Jugendliche oder Obdachlose aufhielten, dazu wollte der Eigentümer des Grundstücks, die Hubert Haupt Immobilien Holding, gestern keine Angaben machen. Das Unternehmen hatte das rund 80 000 Quadratmeter große Grundstück im Februar erworben. Die Brandfahnder der Kripo nehmen heute ihre Ermittlungen auf.

Bilder: Lagerhalle in Dachau in Flammen

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