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Das vierte Landkreisgymnasium soll in Karlsfeld westlich der Bahn zwischen Bayernwerkstraße und Lärchenweg errichtet werden.

München gibt Zuschuss

Gymnasium in Karlsfeld kommt

Karlsfeld - Wie hoch der Beitrag sein wird, den die Landeshauptstadt gibt, das ist noch Verhandlungssache. Doch dass München einen angemessenen Zuschuss zum Bau eines Gymnasiums in Karlsfeld geben wird, das steht jetzt fest.

„Die Stadt München forciert ihre Kooperation mit dem Umland nun auch im Bildungsbereich“, hieß es gestern in einer Pressemitteilung derselben. Nachdem der Kreistag des Landkreises Dachau bereits am 29. April grünes Licht gegeben hatte, habe nunmehr auch die Vollversammlung des Münchner Stadtrats einstimmig in ihrer jüngsten Sitzung zugestimmt, die Errichtung eines staatlichen Gymnasiums des Landkreises Dachau am Standort Karlsfeld durch einen Zuschuss der Landeshauptstadt zu unterstützen.

Das Gymnasium soll am südwestlichen Ortsrand von Karlsfeld, auf einer Freifläche zwischen Bayernwerkstraße und Lärchenweg zwischen zwei Siedlungen entstehen.

Es soll ein vierzügiges staatliches Gymnasium beim Freistaat beantragt werden, zwei Züge sollen den Bedarf des Landkreises, die anderen beiden den Bedarf der Landeshauptstadt aus dem nordwestlichen Stadtgebiet decken. Die Ausbildungsrichtungen sind naturwissenschaftlich-technologisch sowie sprachlich. Geplant ist zudem ein Ganztagsangebot, wohl in gebundener Form.

Der Landkreis Dachau muss nun beim Kultusministerium die Gründung des staatlichen Gymnasiums an der Stadtgrenze zu München beantragen. Die Antragstellung beim Freistaat soll allein der Landkreis übernehmen.

Das neue Gymnasium soll vor allem Schüler der Verbandsgrundschule Karlsfeld – ein Beispiel für die bewährte Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Landeshauptstadt – aufnehmen und wird auch für Schüler im Bereich der S-Bahnlinie S2 attraktiv sein.

Die Landeshauptstadt München wird sich mit einem einmaligen Investitionskostenzuschuss an den Baukosten beteiligen.

Mit dem Beschluss des Stadtrats können nun die Verhandlungen zwischen den beiden Partnern mit dem Ziel eines öffentlich-rechtlichen Vertrags (Zweckvereinbarung) für den Investitionskostenzuschuss starten.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter freute sich in einer ersten Reaktion, „dass die Kooperation mit den Umlandgemeinden, die wir mit der Regionalen Wohnungsbaukonferenz im März 2015 neu angestoßen haben, jetzt auch im Bildungsbereich Früchte trägt. So stelle ich mir echte Zusammenarbeit vor.“

Und Dachaus Landrat Stefan Löwl ist nicht weniger glücklich: „Diese Entscheidung stellt einen Meilenstein für das Projekt dar und ist ein deutliches Bekenntnis der Landeshauptstadt für die interkommunale Zusammenarbeit."

tor

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