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Viele technische Innovationen werden auf der Diva gezeigt. Jetzt üben das Bündnis für Dachau und die SPD Kritik an der Verkaufsausstellung.

Antrag im Stadtrat

Zu teuer, kein Interesse: Diva soll abgeschafft werden

Geht es nach dem Bündnis für Dachau und der SPD soll die Diva abgeschafft werden. Die Gründe: Zu hohe Kosten bei zu wenig Interesse bei Ausstellern und Publikum. Das Thema beschäftigt nun den Stadtrat.

Die Stadtratsfraktionen von Bündnis und SPD sind sauer, weil sie sich bei der Darlegung der Kosten für die Dachauer Informations- und Verkaufsausstellung 2015 düpiert fühlen. Im März hatte es in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses noch geheißen, dass die Diva 27 500 Euro gekostet hat. 

Versteckte Kosten von 64 000 Euro aufgedeckt

Doch in der Juni-Sitzung kam heraus, dass die Personalkosten der Verwaltung nicht miteinberechnet waren. Bündnis und SPD addierten daraufhin diese „versteckten Kosten“ und kamen auf einen Betrag von 64 139 Euro; ein sattes Plus also.

„Schon vor Veröffentlichung dieser echten Kosten war die Diva von Vertretern verschiedener Fraktionen durchaus kritisch gesehen worden. 

Dies wird nun bestätigt: "Die Diva ist für die Stadt nicht rentabel; Kosten und Nutzen der Ausstellung stehen für die Stadt und ihre Bürger in keinem gesunden Verhältnis“, heißt es in einem von den Fraktionsvorsitzenden Sabine Geißler (Bündnis) und Christa Keimerl (SPD) unterzeichneten Schreiben an OB Florian Hartmann.

Doch Bündnis und SPD machen ihren Antrag auf „Einstellung der Verbrauchermesse Diva“ auch an weiteren Punkten fest:

- Rückgang der Zahl der Aussteller seit 2009.

-Nur ein geringer Anteil der Dachauer Gewerbe- und Handwerksbetriebe nimmt teil. Rund 50 Prozent der Aussteller sind Ämter, Vereine oder auswärtige Handelsvertreter.

-Kein zufriedenstellendes Publikumsinteresse.

-Es gibt keine Untersuchungen bezüglich einer positiven Wirkung der Verkaufsausstellung.

Die angedachte Neukonzeption in Teilbereichen (Verkürzung auf vier Tage, längere Öffnungszeiten am Abend) werde an diesen Grundproblemen und vor allem an den durch die Stadt zu tragenden hohen Kosten nichts Wesentliches ändern, behaupten die Antragsteller. Und: „Die 64 000 Euro können sicher sinnvoller eingesetzt werden – auch im Bereich Wirtschaftsförderung."

dn

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