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Stimmgewaltige Sopranistinnen: Agnes Preis (links) singt die Pamina, Gesa Jörg die Königin der Nacht.

Lyrisches Opern-Ensemble

Die Zauberflöte und ihre kleinen Rätsel

Dachau - Mozarts Zauberflöte wird drei Mal im Dachauer Thoma-Haus erklingen. Junge Musiker des Lyrischen Opern-Ensembles dürfen wieder ihr Können zeigen. Für viele schon war das Ensemble ein Sprungbrett.

Vom 17. September an verzaubert das Lyrische Opern-Ensemble mit einem Klassiker aus dem Opernrepertoire sein Publikum: Mozarts Zauberflöte wird drei Mal im Ludwig-Thoma-Haus auf die Bühne gebracht. Der im Mai 2005 gegründete Dachauer Förderverein des Ensembles verspricht neben einer einzigartigen Aufführung durch talentierte Sänger und Orchestermusiker eine Einführung, in der dem Publikum die Charaktere der Oper nähergebracht werden sollen.

„Die Zauberflöte kennt an sich jeder. Unser Anliegen ist es, die die verdeckten Seiten, die Vielschichtigkeit des Stücks zu zeigen, die die Leute nicht unbedingt kennen“, erklärt Gesa Jörg. Sie spielt und singt die Rolle der Königin der Nacht. Mit ihren Sänger- und Musikerkollegen wird sie versuchen, die wunderbaren Melodien und rätselhaften Bedeutungen der über 200 Jahre alten Oper unter Regie des Schweizers Siddique Eggenberger ganz nach Mozarts Gusto aufzuführen.

Die Aufführung wird halbszenisch mit Projektionen und einem kleinen Orchester gestaltet. In dreiviertelstündigen Einführungen vor Beginn werde Handlung, Charaktere und Besonderheiten des Stücks verständlicher gemacht. „Mit etwas Vorwissen hört und sieht man die Oper natürlich noch ein bisschen anders als wie ohne“, weiß Dirigent Christian Jüttendonk.

Mit einem kleinen Orchester aus Amateur- und Profimusikern will er den bekannten Arien – wie etwa der der Königin der Nacht oder Pamina – neues Leben einhauchen. „Das schöne an kleineren Gruppen und Künstlern, die noch nicht an großen Häusern auftreten, ist das unendlich große Engagement“, bewundert der Dirigent die Leistung seiner Orchestermusiker. Nach sechs Wochen Proben seien diese sehr gut vorbereitet und hätten „ins Feinste arbeiten“ können.

Obwohl der Text laut Regisseur Siddique Eggenberger stark gekürzt wurde, wird die Aufführung drei Stunden (mit Pause) dauern. Auch die kleinsten Rollen sind besetzt. Das Stück sei sehr personennintensiv und biete deshalb für viele Sänger die Chance, eine Rolle zu besetzten, so Eggenberger. Das nämlich sei der Knackpunkt des Dachauer Fördervereins Lyrisches Opern-Ensemble. Eggenberger: „Unser Verein dient in erster Linie der Förderung von talentierten, im Beruf stehenden Künstlern.“

Ihnen wird die Möglichkeit gegeben, sich in einer vollständigen Bühneninszenierung in Rollen zu präsentieren, die sie bisher noch nicht gesungen haben. Durch professionelle Auswahl erlernten die Sänger nur solche Rollen, die ihrem Stimmfach entsprechen, wodurch ihnen ein Engagement an einem größeren Haus erleichtert würde. „Durch solche Aufführungen haben viele unserer ehemaligen Kollegen tolle Angebote bekommen“, erinnert sich Gesa Jörg.

Dabei sei der Verein nicht nur auf München, sondern deutschlandweit sowie auch international orientiert. „Hier ist ein Pflaster, wo man nicht rausgeschmissen wird“, versichert Gesa Jörg. In den letzten zehn Jahren habe sich der Verein als Sprungbrett deutlich etabliert.

Um weiterhin Musiker und agierende Sänger fördern zu können, erhoffen sich daher alle Beteiligten ein möglichst ausverkauftes Thoma-Haus.

Die Premiere findet am 17. September statt. Weitere Aufführungen folgen am 24. September und 1. Oktober. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Die Einführung findet jeweils eine dreiviertel Stunde vorher um 18.45 Uhr im Saal statt.

Karten zu 28 und ermäßigt 26 Euro (zzgl. Vorverkaufsgebühr) gibt es unter 089/20 04 59 15, über E-Mail (karten@lyrischesopernensemble.com) und an der Abendkasse.

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