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Noch einiges zu tun haben die Eismeister Georg Reischl und Michael Reif in diesen Tagen. Hier tragen sie gerade die Markierungen für die Eisstockschützen auf.

Am 22. Oktober öffnet die Kunsteisbahn

Die Eismeister und ihr großer Feind

Die beiden Eismeister Georg Reischl und Michael Reif stehen unter Dauerstress. Am Samstag beginnt die neue Eislaufsaison, und da muss schließlich die Kunsteisbahn in Dachau tipptopp sein. Reischl und Reif haben alles im Griff – bis auf ihren großen Feind: den Föhn.

Dachau – Trotz der bereits im Supermarkt erhältlichen Weihnachtsartikel wie Schokonikoläuse, Lebkuchen und Co. dürften die wenigsten Dachauer bereits in Winterstimmung sein. Vielleicht hilft da folgenden Nachricht: Am kommenden Samstag, 22. Oktober, öffnet die städtische Kunsteisbahn an der Gröbenrieder Straße. 

Auch die Temperaturen sind bislang allerhöchstens gefühlt winterlich. Trotzdem bereiten sich die Verantwortlichen bereits seit Tagen akribisch auf die kommende Saison vor. 

Die letzten Tage bis zur Eröffnung ist noch einiges zu tun. Die Piste muss gereinigt werden, alle Anlagen und Sensoren werden gewartet – und schließlich wird eine Grundeisschicht aufgetragen. Damit die Eisbahn letztendlich in dem winterlichen Weiß erscheint, ist etwas Nachhilfe nötig: Die Eismeister spritzen Marmormehl auf die Grundeisfläche. Neben dem optischen hat dieser Vorgang auch einen praktischen Zweck: „Die weiße Farbe macht das Eis weniger anfällig gegen die Sonne“, erklärt Georg Reischl. Zusammen mit Michael Reif ist er Eismeister an der Kunsteisbahn. Ansonsten wäre die Fläche aufgrund des darunterliegenden Betons übrigens trist-grau. 

„Unser größter Feind ist der Föhnwind“, erklärt Michael Reif weiter. Dieser lasse die aufgetragenen Eisschichten immer wieder schmelzen. Millimeter für Millimeter werden die verschiedenen Eisschichten über Nacht – wegen der geringeren Temperaturen – aufgetragen, bis schließlich die ideale Dicke von circa vier Zentimetern erreicht ist. Schlussendlich werden noch die Linien für die Eisstockschützen und Eishockeyspieler aufgetragen. 

„Das warme Wochenende hat uns schon etwas ins Schwitzen gebracht“, gibt Reif zu. Aber: Mit Hilfe von Abdeckungen und der vollen Kühlung seien die sonnigen Tage gut überstanden worden. Was den „großen Feind Föhnwind“ angeht, kann übrigens Entwarnung gegeben werden: Die Windprognosen für die nächsten Tage sind unbedenklich.

Aljoscha Huber

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