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Großeinsatz rund um die Dachauer Berufsschule: Sechs Flüchtlinge wurden bei einer Massenschlägerei verletzt.

Prügelei in Turnhalle

Sechs Flüchtlinge verletzt

Dachau – Sechs Flüchtlinge und drei Sicherheitsleute verletzt – das sind die Folgen einer Massenschlägerei in der Berufsschulturnhalle. In der Flüchtlingsunterkunft war ein Großeinsatz der Polizei nötig.

Zu einer folgenreichen tätlichen Auseinandersetzung ist es am späten Mittwochabend in der Asylbewerberunterkunft in der Turnhalle der Berufsschule am Heinrich-Neumaier-Platz in Dachau gekommen. Es gab eine Reihe von Verletzten bei einer Massenschlägerei. Die Polizei ermittelt sogar wegen gefährlicher Körperverletzung.

Gegen 21 Uhr kam es in der mit knapp 300 Flüchtlingen randvoll besetzten Sporthalle zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen Bewohnern syrischer und afghanischer Staatsangehörigkeit.

Nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei kam es wohl zu mehreren kleineren Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Kontrahenten, die sich immer weiter hochschaukelten. Bei einer Prügelei zwischen mehreren Beteiligten wurden schließlich auch verschiedene Gegenstände als Waffen eingesetzt und mit Geschirr und Scherben geworfen. Der Hintergrund für die Streitigkeiten ist noch unklar.

Dabei wurden sechs Flüchtlinge und drei SecurityMitarbeiter leicht verletzt, die von den zahlreich anwesenden Rettungskräften ambulant versorgt werden mussten. Ein Asylbewerber wurde von den Rettungskräften mit körperlichen Beschwerden in ein Krankenhaus gebracht. Ob die Ursache mit der vorherigen Schlägerei in Zusammenhang steht, ist allerdings noch unklar.

Die Beamten der Polizeiinspektion Dachau waren mit zahlreichen Unterstützungskräften vor Ort und konnten die Lage schnell beruhigen. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kripo Fürstenfeldbruck geführt. Derzeit wird gegen sechs Asylbewerber wegen wechselseitiger gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Beteiligten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Gewahrsam entlassen.

Als Haupträdelsführer ermittelte die Polizei bereits einen 33-jährigen Afghanen. Er, wurde deshalb in eine andere Unterkunft nach München verlegt.

80 Flüchtlinge wurden nach Weichs verlegt

Vorsorglich wurden aus der Unterkunft noch in der Nacht auch etwa 80 Personen, allesamt Familien, in die Container-Unterkunft an der Freisinger Straße in Weichs gebracht. Damit sollte die räumlich beengte Situation entzerrt werden. „Der Landrat hat mich um halb elf angerufen“, berichtet Harald Mundl. Der Weichser Bürgermeister „alarmierte“ daraufhin den örtlichen Helferkreis, der sofort reagierte und wenig später mit rund zehn Personen an der kleinen Containersiedlung eintraf – ebenso wie das BRK und die Freiwillige Feuerwehr. Gemeinsam wurde die Unterkunft in Windeseile auf die Flüchtlingsfamilien vorbereitet.

Denn ausgerichtet ist sie nur auf 50 Personen. So wurden noch Feldbetten besorgt und aufgestellt. „Bis Mitternacht hatten wir alles geputzt und hergerichtet“, sagt Mundl. „Eigentlich sollte die Unterkunft ja erst bis 11. Januar fertig sein.“ Zuletzt waren hier unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht, dann aber auf andere Unterkünfte verteilt worden (wir haben berichtet). Die letzten acht Jugendlichen waren noch vor Weihnachten in das Blockhaus auf dem Zeltlagerplatz in Ainhofen gekommen.

Eine halbe Stunde nach Mitternacht kamen dann die Familien mit Bussen in Weichs an, heilfroh, aus der überfüllten Halle in Dachau in die ruhigere Container-Unterkunft in Weichs „einziehen“ zu dürfen, so der Eindruck von Harald Mundl. „Dem Vernehmen nach sollen sie hier ein bis zwei Wochen bleiben und dann woanders hin verlegt werden“, sagt der Bürgermeister

tor

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