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Herbert Reischl wurde nur 45 Jahre alt.

Der Sportleiter des ASV Dachau starb mit nur 45 Jahren

Herbert Reischl ist tot

Hebertshausen – Herbert Reischl ist tot. Der im ganzen Landkreis als Fußballmacher bekannte Hebertshausner starb in der Nacht zum Donnerstag im Alter von 45 Jahren. Um ihn trauern neben vielen Freunden und Bekannten vor allem seine zwei Söhne, sein Bruder und seine Eltern. 

Als sportlicher Leiter hinterlässt Herbert Reischl bei der ASV-Fußball-Abteilung eine Lücke, die nicht zu stopfen ist. Ob Landesliga-Spielbetrieb oder das Hallenmasters, akribisch sorgte er dafür, dass logistisch alles passt. 

Zusammen mit seinem Bruder Florian führte Herbert Reischl die bekannten Reitanlage Waldfrieden in Hebertshausen-Deutenhofen. Den Stall hatte sein Vater Herbert Reischl sen. aufgebaut und vor einigen Jahren den Söhnen übergeben. Erst vor wenigen Wochen fand auf der Anlage ein doppeltes Fest statt: 50 Jahre Reitanlage und Goldhochzeit der Eltern Herbert und Marianne Reischl. Ursprünglich hatte Reischl ein Lehramtsstudium für Realschule absolviert, übte den Beruf des Lehrers aber nicht aus. Seit einigen Jahren führte er eine Reitplatzbau-Firma.

Herbert Reischl war vor allem den Fußballern in der Region bestens bekannt. Seine raumgreifenden Schritte, sein gutes Auge, sein kompromissloses Tackling, das blitzschnelle Antizipieren – Reischl war ein Verteidiger, wie ihn sich ein Trainer nur wünschen konnte. Als er Mitte der 1990er Jahre beim damaligen Regionalligisten FC Augsburg anheuerte, prohezeiten ihm viele Experten, die ihn aus seinen Jahren beim ASV Dachau kannten, eine große sportliche Zukunft, die allerdings wegen der vielen schweren Verletzungen, die seinen sportlichen Werdegang prägten, kürzer ausgefallen ist als erwartet.

 In der Saison 1995/1996, damals kickten auch der jetzige ASV-Trainer Frank Peuker und der aktuelle Jetzendorfer Chefcoach Tarik Sarisakal beim FCA. Peuker war es auch, der als einer der ersten vom plötzlichen Tod Reischls erfuhr. „Michael Dietrich hat mich heute Morgen angerufen und es mir erzählt. Mir fehlen immer noch die Worte, weil die Nachricht absolut unerwartet kam“, sagte ASV-Trainer Frank Peuker gestern Vormittag. „Ich habe nach der Schockstarre den zuständigen Spielleiter Harald Haase angerufen und ihn darum gebeten, unser Punktspiel am Samstag in Kastl abzusagen. Der Bitte ist er nachgekommen. Er hatte am Montag Kontakt mit Herbert und schien ebenfalls mitgenommen zu sein“, so Peuker weiter. 

Herbert Reischl und Frank Peuker verband eine enge Freundschaft. „Wir kannten uns von Kindesbeinen an“, sagt Frank Peuker. Herbert Reischl und er spielten in Schüler- und Auswahlmannschaften zusammen und später dann gemeinsam für den FC Augsburg.

Um das zu beschreiben, was Herbert Reischl für den ASV Dachau geleistet hat, genügt dem Coach ein Satz: „Der ASV Dachau war Herbert Reischl.“ 

„Sein Tod kam für uns alle unerwartet. Am Dienstag war er noch bei uns in der Kabine“, sagt Peuker. Das Training am Donnerstag wurde abgesagt, so Peuker, „wir werden uns aber trotzdem in der Kabine treffen und reden.“ 

Herbert Reischl hatte einen ganz speziellen Humor. Als ihn die Heimatzeitung vor der dritten Saison des ASV in der Landesliga fragte, wohin die Reise des ASV Dachau denn nun gehe, antwortete er augenzwinkernd: „Zum Beispiel nach Kastl.“ Der Manager und Macher des Landesligisten vom Stadtwald hatte immer eine pointierte Antwort auf Lager.

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