Eine innige Beziehung zu den Tieren haben Landwirt Stefan Lampl und sein Bruder Michael Lampl jun., der als Metzgermeister die hofeigene Metzgerei betreibt.

Moderner Tretmiststall am Lamplhof

Eine Wohlfühloase für Ochsen und Bullen

Pfaffenhofen - Ein Wohlfühloase für Bullen und Ochsen: Das gibt es seit kurzem am Lamplhof in Pfaffenhofen. Familie Lampl hat in einen Tretmiststall investiert – eine hochmoderne Technik mit vielen Vorteilen.

Es ist ein Stallsystem der Zukunft, in das die Landwirte Stefan und dessen Vater Michael Lampl vom Lamplhof in Pfaffenhofen haben investiert haben: Der neue Tretmiststall erspart ihnen nicht nur viel Arbeit, sondern bietet gleichzeitig eine gute Möglichkeit zur artgerechten Tierhaltung.

Der Lamplhof ist ein landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb mit hofeigener Metzgerei in Pfaffenhofen. Er hat eine lange Tradition, schon seit 1807 gibt es den Familienbetrieb. Das Ziel der beiden Landwirte war jetzt nicht nur der Erhalt des landwirtschaftlichen Betriebs. Durch die Erweiterung der Stallungen wollten sie auch eine Wohlfühloase für ihre Bullen und Ochsen zu schaffen.

Der Stall ist dreigeteilt, sozusagen in einen Speisesaal, Toilettenbereich und einer Ruhezone, wo die Tiere völlig entspannt auf eine eingestreute Liegefläche liegen können. Laut den beiden Landwirtschaftsmeistern gibt es eine solche Stalltechnik im Umkreis von 100 Kilometern kein zweites Mal.

Der zukunftsträchtige Tretmiststall wurde im vergangenen Herbst errichtet. Jetzt werden dort rund 200 Tiere, zur Hälfte Fleckvieh-Ochsen und Bullen, mit Liebe und Sorgfalt aufgezogen werden. Die Ochsen werden ausschließlich über die hofeigene Metzgerei und die Bullen über den Großhandel vermarktet.

„Wir geben den Tieren Zeit zum Wachsen und Gedeihen und behandeln sie mit Achtung und Würde“, sagt Landwirtschaftsmeister und Agrar-Betriebswirt Stefan Lampl. „Denn wir sind davon überzeugt, dass nur auf diese Art und Weise eine hervorragende Fleischqualität entstehen kann.“

Auch bei der Fütterung wird nichts dem Zufall überlassen, wie Lampl erklärt: „Das Futter wie Heu, Getreide, Gras und Mais bauen wir alles selbst an und natürlich ohne Gentechnik“. Es gibt ein Fütterungssystem, das bis zu sechs Mal pro Tag für Futter sorgt. Zur Stallausstattung gehört außerdem ein vollautomatisierter Einstreuroboter, der zehn Mal täglich frisches Stroh einstreut.

Bei dem Tretmistsystem am Lamplhof hat sich zudem die automatische Mistentsorgung mit dem Mistschieber bestens bewährt. „Die Flächen werden hier täglich bis zu 15 Mal gereinigt“, so Stefan Lampl.

Die Lampls sind sehr zufrieden mit der neuen Stalltechnik, betonen sie: „Wir haben jetzt die doppelte Anzahl an Tieren, der Zeitaufwand für die Stallarbeit konnte erheblich verringert werden, die Arbeitszeit ist flexibler geworden und wir können uns wesentlich mehr Zeit für unsere Tiere nehmen.“

Nicht nur die artgerechte Tierhaltung, sondern auch ein Bauernhoferlebnis für Kinder wird am Lamplhof ermöglicht. Kindergartenkinder und Grundschulklassen besuchen regelmäßig den Hof, um dort mehr über die Herstellung der Lebensmittel, über die Landwirtschaft und über Natur und Umwelt zu lernen.

Besichtigt werden kann der neue Stall beim Ochsenfest am Lamplhof, das am Sonntag, 29. Mai, stattfindet.

Werner Satzger

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