Diskussion um Bauwagen in Hof

Treffpunkt nicht geduldet

Erdweg - Bauwagen sind in vielen Landkreisgemeinden beliebte Treffpunkte für Jugendliche. Doch neue sollen nicht hinzukommen. So will es das Landratsamt. Das mussten jetzt auch Jugendliche in Hof erfahren.

Auf einem Privatgrundstück hatten Jugendliche bereits Anfang September einen solchen Bauwagen aufgestellt. Dies kam dem Landratsamt zu Ohren. Prompt erhielt der Grundstückseigentümer einen Brief der Behörde mit der Aufforderung, „das bereits errichtete Vorhaben zu beseitigen“, da eine baurechtliche Genehmigung im Außenbereich nicht in Aussicht gestellt werden könne.

Diese Praxis bestätigt Wolfgang Reichelt, Medienbeauftragter des Landratsamts. Es handele sich bei Bauwagen um bauliche Anlagen, deren Bestand geduldet wird, soweit sie gewisse Auflagen, wie etwa für den Brandschutz erfüllen. Doch wolle die Behörde ein Übermaß an Bauwagen verhindern. Deswegen würden auch keine neuen mehr zugelassen. Zudem läge bei Bauwagen im Außenbereich keine Privilegierung vor. Die gelte nur für die Land- und Forstwirtschaft.

Eine Duldung erhofften sich die Jugendlichen aber, wenn die Gemeinde einen solchen Bauwagen unterstützt. Die Diskussion im Gemeinderat verlief auch durchaus positiv für die Jugendlichen. So meinte Alexander Winterholler (Überparteiliche Wählergemeinschaft Eisenhofen), dass die Bauwagen in den Nachbargemeinden ja funktionierten. Jugendreferent Dominik Schöngruber (Überparteiliche Wählergemeinschaft Eisenhofen) machte sich besonders stark für die Antragsteller. Man müsse den Jugendlichen die Möglichkeit lassen, Spaß zu haben. Noch dazu, wo Jugendpfleger Janusz Rys ein Auge darauf haben werde. „Ein Bauwagen gehört zum Erwachsen werden dazu“, so Schöngruber. Eva Rehm (CSU) und Maria Braun (Freie Wählergemeinschaft Kleinberghofen) plädierten dafür, der Sache eine Chance zu geben.

Bürgermeister Georg Osterauer jedoch sah in Bauwagen eine Beeinträchtigung der Landschaft. Offenbar sah das die schweigende Mehrheit ebenso, denn am Ende wurde die Duldung des Bauwagens mit 11:10 verweigert. „Schade“, meinte ein Zuhörer. Ein anderer: „Versteh ich nicht.“ Jugendpfleger Janusz Rys bedauerte das Votum ebenfalls: „Wir wollten davon überzeugen, dass es wichtig ist, einen Treffpunkt am Ort zu haben. Mir tut das leid.“

Auch interessant

<center>Brot-Zeit! Backgeheimnisse der Müllermeisterin</center>

Brot-Zeit! Backgeheimnisse der Müllermeisterin

Brot-Zeit! Backgeheimnisse der Müllermeisterin
<center>Fächer "Goldstück"</center>

Fächer "Goldstück"

Fächer "Goldstück"
<center>König Ludwig 4er Set mini</center>

König Ludwig 4er Set mini

König Ludwig 4er Set mini
<center>Honigschlehe</center>

Honigschlehe

Honigschlehe

Meistgelesene Artikel

Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten

Die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten ist vielseitig: Je nach Einsatzbereich kümmert man sich als Sachbearbeiter um die Anliegen der Bürger, berät, wickelt den …
Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten

Mehr Bier und mehr Fahnen

Dachau - Rund 300 000 Besucher verzeichnet das Volksfest jährlich, und die wenigsten von ihnen dürften  durstig vom Festzeltgelände gegangen sein. Künftig müssen auch …
Mehr Bier und mehr Fahnen

Einsatz in der lebenden Krippe

Eine beliebte Attraktion am Christkindlmarkt „Advent am Kloster“ ist jedes Jahr die lebende Krippe mit Menschen und Tieren. Damit sich andere an ihrem Anblick erfreuen …
Einsatz in der lebenden Krippe

Die Papierfabrik wird zum Museum

Dachau - Ein Museumsforum soll auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik entstehen. Das haben der Bezirk, der Kreis und die Stadt Dachau einstimmig beschlossen. Das …
Die Papierfabrik wird zum Museum

Kommentare