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Die Schranke zu den Betriebsgebäuden der Schuster Karton senkt sich am 31. August vorerst zum letzten Mal.

Feinpappenwerk macht dicht

Handwerkerhof wäre schön

Hebertshausen - Wenn sich Ende August die Schranke zum Betriebsgelände des Feinpappenwerks Schuster in Hebertshausen zum letzten Mal senkt, dann soll sich dort möglichst schnell wieder Gewerbe ansiedeln.

Dass es nun doch so schnell mit der Schließung von Schuster Karton geht, damit hatte auch Bürgermeister Richard Reischl und die Gemeinde Hebertshausen nicht gerechnet. Am 31. August wird der Betrieb seine Arbeit einstellen. Reischl: „Natürlich wusste auch die Gemeinde, dass das Unternehmen schon seit langer Zeit kämpfen musste. Doch wir glaubten nicht, dass es so schnell endet“.

Im April hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Ein Investor hatte damals großes Interesse an einem Kauf bekundet. Doch dieser Kauf kam leider nicht zu Stande. Wie geht es nun weiter mit dem Betriebsgelände? Derzeit lässt sich dazu nichts Genaueres sagen. Doch fest steht: „Wir wollen keine ähnliche Situation wie in Dachau mit der MD“, betont der Bürgermeister. Einen schleichender Verfall der Betriebsgebäude soll es nicht geben. Vielmehr soll auf dem Schuster-Areal möglichst schnell neues Gewerbe entstehen. „Die Gebäude sind bestens geeignet dafür“.

Der Gemeinderat will sich schon jetzt damit befassen, welches Gewerbe dort neu entstehen kann. Dem Gemeindechef wäre es recht, wenn ein so genannter Handwerkerhof entstehen könnte, in dem mehrere Betriebe ihre Heimat finden. Das leidige Thema mit den Altlasten steht allerdings noch im Raum. Denn in früheren Zeiten ist man mit dem Thema doch recht sorglos umgegangen.

Was mit dem Hauptgebäude geschieht, steht noch in den Sternen. Zuallererst müssen aber die Gläubiger befriedigt werden. Dann erst kann der nächste Schritt erfolgen.

Wohnungsbau auf dem Gelände ist für den Bürgermeister schwer vorstellbar. Für ihn wäre es das Beste, wenn sich auf dem Schustergelände wieder Gewerbe ansiedeln würde. Wer auch immer Interesse zeigt, muss mit der Gemeinde sprechen, da diese die Planungshoheit hat, erklärt der Bürgermeister.

Für viele ältere Hebertshauser ist die ganze Sache natürlich schon traurig. In den 50er Jahren entstand das Feinpappenwerk Schuster in Hebertshausen, und viele Hebertshauser fanden dort Arbeit, teils über viele Jahrzehnte. Damals floss noch der Mühlbach offen nach Deutenhofen. Das Betriebsgelände war über eine Brücke zu erreichen. Der dortige Fußballplatz der SpVgg Hebertshausen musste weichen und wurde für einige Jahre in Deutenhofen an der Torstraße angesiedelt, bis das Sportgelände an der Bürgermeister-Rabl-Straße gebaut war.

khr

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