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50 Jahre Priester: Pater Günther Stadlbauer zelebrierte den Festgottesdienst selbst.

Goldenes Priesterjubiläum

Ein halbes Jahrhundert Seelsorge

Weichs - Der Pfarrverband Petershausen-Vierkirchen-Weichs ist froh, dass er auch im Ruhestand noch seelsorgerisch wirkt: Als Pater Günther Stadlbauer jetzt sein Goldenes Priesterjubiläum feierte, kamen viele Gläubige, um mitzufeiern.

Im Alter von 75 Jahren ist Pater Günther Stadlbauer PA immer noch als Seelsorgemithilfe im Pfarrverband Petershausen-Vierkirchen-Weichs tätig (wir haben berichtet). Jetzt feierte Stadlbauer, der 29 Jahre als Afrikamissionar der Weißen Väter in Burundi verbrachte, in der Petershauser St. Laurentiuskirche unter großer Anteilnahme sein 50-jähriges Priesterjubiläum.

Stadlbauer zelebrierte den vom Kirchenchor und der Petershauser Blaskapelle musikalisch umrahmten feierlichen Festgottesdienst höchstselbst. Als Konzelebranten waren auch Dekan Peter Dietz und Pfarrvikar Dr. Clement N. Obielu sowie das gesamte Seelsorgeteam am Altar zu sehen.

Anschließend ging es gemeinsam in das Pfarrheim, wo sich viele Pfarrangehörige aus sämtlichen, dem großen Pfarrverband angehörigen Pfarreien einfanden, um dem Jubilar die Ehre zu erweisen.

Als besondere Überraschung hatte man für Stadlbauer einen „Goldenen Stuhl“ vorbereitet, wo er fast wie bei einer Inthronisation Platz nehmen und die vielen offiziellen Reden und auch Überraschungseinlagen zu seinem Priesterjubiläum entgegennehmen konnte.

Durch den gelungenen Stehempfang führte in bewährter Manier die stellvertretende Pfarrverbandsvorsitzende Katharina Sauer aus Vierkirchen. Mit netten Darbietungen und kleinen Geschenken warteten die Zwischentöne, die Bläser, das „sangesfreudige“ Seelsorgeteam, Hedwig Amon für den Pfarrverband, der Kirchenchor Petershausen und die Ministranten der Pfarreien auf. Als offizielle Vertreter der Politik reihten sich Petershausens Bürgermeister Marcel Fath und Vierkirchens dritter Bürgermeister Josef Leichtmann in die Gratulantenschar ein.

Neben einigen Verwandten Stadlbauers gehörten auch dessen erste Pfarrsekretärin aus Ottobrunn und zwei Gemeindereferentinnen, die er einst ausbildete, zu den Ehrengästen. Eröffnet wurde der Reigen der Gratulanten von Dekan Peter Dietz, der die mittlerweile fünf Jahrzehnte dauernde seelsorgerische Tätigkeit des in Neustadt an der Donau geborenen Stadlbauer in kurzen Worten Revue passieren ließ: „Obwohl Sie ja, wie Sie sagten, eigentlich nie Priester werden wollten, wurden Sie dann sogar Ausbildungspfarrer“.

Dietz erinnerte daran, dass Stadlbauer in Afrika für den Glauben sogar sein Leben riskiert hat: „Sie haben nie den leichten Weg gewählt. Machen Sie weiter, bleiben Sie heiter“, sagte Dietz.

Obwohl zuerst sichtlich schon gerührt über das schöne Fest, das ihm der Pfarrverband ausgerichtet hatte, fand Stadlbauer schnell wieder auf seine besondere Art zu erzählen zurück. Er dankte unter anderem seinen Helfern, Mesnern, Ministranten usw. in den Pfarreien – „und wenn es sein muss, dann mache ich es halt selber, das bin ich ja als ,frauenloser’ Pfarrer gewohnt.“

Bevor sich die Besucher an das von Helfern kreierte köstliche Büffet machten, warfen viele auch noch gerne auf Wunsch des Jubilars eine finanzielle Unterstützung für Burundi in die Spendenbox. Es war ein rundum gelungenes Goldenes Priesterjubiläum, das der Pfarrverband feierte. Und es bewies, dass man Pater Stadlbauer viel Dank und Respekt zollt für seine seelsorgerische Tätigkeit, die er auch noch im hohen Alter ausführt. Und man braucht ihn auch weiterhin, das war unüberhörbar. Doch man gönnt ihm gerne auch Pausen, deshalb hat ihm das Seelsorgeteam Zeit in Form eines gemeinsamen Tages in München mit Stadtführung geschenkt.

nef

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