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Kunst verbindet verschiedene Nationen und Altersgruppen: Das Künstlerpaar Adelheid Weinhöppel und Bruno Hetzendorfer stellt in der Amper Residenz aus.

Ausstellung Haimhausen Art 

Ein Ort im Kunstrausch

Haimhausen - Malereien, Keramik, ein buntes Musikprogramm – bei der Haimhausen Art ist einiges geboten.

Ein kultureller Höhepunkt in Haimhausen ist die alle zwei Jahre stattfindende Kunstausstellung Haimhausen Art. Am kommenden Wochenende zeigen ortsansässige Künstler und Gäste wieder eine Vielfalt an unterschiedlichsten Arbeiten, wie sie nur zu seltenen Gelegenheiten auf einmal zu finden sind.

Den Raum dafür bieten neben öffentlichen Gebäuden wie dem Rathaus, der Amperresidenz und Kulturkneipe auch private Künstlerateliers, Büros, die Bavarian International School und Privatgärten. Bei einem Spaziergang durch das Dorf an diesem Wochenende zeigt sich das Künstlerdorf Haimhausen von seiner schönsten Seite. Dabei ist Kunst für alle Sinne geboten: von Malerei bis Mischtechnik, Skulpturen, Keramik, Fotografie, Video und Sound-Installation – ein Fest für Feingeister und Kunstfreunde, aber auch für Besucher, die bei einem Spaziergang durchs Dorf schöne Dinge bestaunen und die künstlerische Atmosphäre genießen wollen.

Dazwischen eingeflochten treten an den verschiedenen Tagen Haimhauser Musiker und Sänger auf. Laura Achatz spielt bereits am Freitag, 9. September, um 19 Uhr auf ihrem Saxofon zur Eröffnung der Haimhausen Art in der Kulturkreiskneipe. Am Samstag und Sonntag werden Katherine Borchsenius und Marlene Reiser abwechselnd im Biergarten in Grunes Antikhof singen. Am Sonntag um 15 Uhr spielen die „Barnstormers“ in der Amperresidenz britisch-irische Volksmusik.

Zuvor wird dort am Freitag und Samstag der Kammersänger Bruno Hetzendorfer mit Conny Kraus Wiener Lieder zum Besten geben. Auch die „Ampercussions“, eine Band der Asylbewerber aus dem Amper Campus, beteiligen sich im Atelier Lübbers an dem Fest mit afrikanischer Musik. So hat sich die Haimhausen Art zu einem besonderen Highlight in der Gemeinde entwickelt, bei dem Kunst als Sprache der Integration verschiedener Nationen und Altersgruppen beeindruckt.

Erstmals beteiligen sich heuer auch neu eingezogene Künstler aus dem betreuten Wohnen Amper Residenz. Seit einem knappen Jahr wohnt zum Beispiel das Ehepaar Weinhöppel-Hetzendorfer in der Senioren-WG am Rathaus. Begeistert nehmen die beiden an der kulturellen Großveranstaltung teil: Adelheid Weinhöppel freut sich, ihre filigranen Malereien, Blattgold-Prägearbeiten und ihre witzig-überzeichneten Keramikwerke zeigen zu dürfen. Die feinsinnigen Arbeiten lassen sofort die sensible Künstlerin darin erkennen.

Ihre Aquarelle erfordern wiederum mehr als nur einen flüchtigen Blick. Der Betrachter muss schon genauer hinsehen. Die Belohnung dafür bekommt er aber sofort. Wer den Blick in das kleine Bild vertieft, erkennt darin aus dem Japanischen übersetzte Haiku-Gedichte. Jeweils fünf Silben wechseln sich mit sieben Silben in empfindsamen Versen ab: „Erster Frühlingstag, als ich heut auf Erde trat, jubelte mein Herz“, ist darauf zu lesen. Diese zarten Verse sind in farbenfrohe Miniaturmuster eingebaut, an denen sich das Auge kaum sattsehen kann.

Um diese Kleinode zu zeigen, öffnet die Künstlerin an den drei Tagen ihre Wohnung Nummer fünf im Betreuten Wohnen. Unterdessen wird ihr Ehemann, der promovierte Theaterwissenschaftler Bruno Hetzendorfer, im Gemeinschaftsraum der Amper Residenz mit seinen Wiener Liedern für kurzweilige Unterhaltung sorgen. Der gebürtige Wiener arbeitete bereits als Dramaturg am Gärtnerplatztheater in München. Außerdem war er Opernsänger an der Kammeroper Wien und in Amsterdam. Zudem organisierte er klassische Liederabende und wirkte in verschiedenen Fernsehserien mit. Auch die Arbeit als Regisseur und Komponist prägten seinen Lebensweg. Heute arbeitet er als Dozent für Stimmbildung in der Theater- und Musicalausbildung und als Dozent für Rhetorik an der Hochschule für Philosophie München.

Die Haimhausen Art

beginnt am Freitag, 9. September um 19 Uhr in der Kulturkreiskneipe mit anschließendem Abendrundgang. Am Samstag sind die Ateliers und Ausstellungsräume von 15 bis 20 Uhr geöffnet und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Informationen zu den Ausstellungen sind in der Kulturkreiskneipe und in allen Ateliers erhältlich.

Von Siglinde Haaf

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