Kinderhort kostet 2,5 Mio.

Die Schule bekommt Zuwachs

Vierkirchen - Wenn alles gut geht, wird der neue Kinderhort der Gemeinde Vierkirchen zum Betreuungsjahr 2018/19 in Betrieb gehen. 120 Kinder können dann untergebracht werden. Die Pläne wurden jetzt dem Gemeinderat vorgestellt.

Die Baugenehmigung für den neuen Kinderhort neben der Grundschule Vierkirchen ist da. Das verkündete Bürgermeister Harald Dirlenbach im Gemeinderat. Die Regierung von Oberbayern hatte die Fördergelder in Höhe von 56 Prozent der Gesamtkosten in ihre Überlegungen zur Haushaltsmittelverteilungen mit einbezogen (wir berichteten).

Im Gemeinderat informierte Architektin Rita Obereisenbuchner nun über den neusten Stand der Planungen: „Das Gebäude wird dreistöckig.“ Der Boden auf dem Baugelände neben der Grundschule sei so schlecht, dass ein Austausch des Baugrundes vorgenommen werden muss. „Wir haben uns entschlossen, ein Hanggeschoss mit ebenerdigem Zugang zu bauen“ – das sei in diesem Falle eine wirtschaftliche Lösung und obendrein noch barrierefrei.

Der neue Kinderhort ist laut Entwurf für 120 Kinder in sechs Gruppen konzipiert. Ein Neubau des Hortes ist nötig, weil sich die Kinderbetreuung bisher auf zwei Standorte aufteilt. Dies verursache Mehrkosten, so Bürgermeister Dirlenbach. Neben Gruppenräumen wird es auch kleinere Intensivräume geben und eine Küche mit Möglichkeiten zur Zubereitung von frischem Essen.

„Schule und Hort können je nach Vorstellungen abgetrennt werden“, erklärte Rita Obereisenbuchner. Beide seien aber durch einen Zugang miteinander verbunden. In der Planung war das ein wichtiger Punkt, schließlich soll das Gebäude in eine mögliche, zukünftige Ganztagsschule integrierbar sein.

Der neue Hort wird auch auf der Ebene des Hanggeschosses einen eigenen Außenbereich bekommen, etwas abseits der höhergelegen Straße. Das Gebäude soll in Massivbauweise entstehen und durch eine abgehängte Decke besonders schallgedämpft sein.

Insgesamt handelt es sich um rund 944 Quadratmeter Nutzfläche, die geschätzten Kosten belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro. Die Regierung von Oberbayern bezuschusst den Bau laut Bescheid mit 1,3 Millionen Euro. Bürgermeister Harald Dirlenbach bedankte sich für die „sehr gelungenen Zusammenarbeit“ zwischen Architekturbüro, Hort- und Schulleitung, Landratsamt und Kinderbetreuungsausschuss der Gemeinde.

Auch CSU-Gemeinderat und Bauunternehmer Siegfried Nefzger habe mit seinem Fachwissen zum Erfolg des Projekts beigetragen. Dieser meldete sich gleich mit einer Einschätzung zu Wort: „Ich würde die Ausschreibung im Januar nächsten Jahres beginnen.“ Das sei ein strategisch günstiger Zeitpunkt.

Baubeginn soll laut ersten Plänen im März nächsten Jahres sein, nach der einjährigen Bauphase könnte die Gemeinde den Hort voraussichtlich zum Schuljahr 2018/19 in Betrieb nehmen.

Fraktionsübergreifend lobten die Gemeinderäte das Projekt. Josef Schindlbeck (FWG Pasenbach) gefiel die gute Einbindung des Horts in das alte Schulgebäude. CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Herzberg lobte den Hort als „zukunftsweisende Investition“ und das Konzept als „ansprechend und durchdacht“. Josef Neubauer, Vorsitzender der Freien Wähler Vierkirchen, fand sogar, der Neubau des Hortes „ist das beste Projekt, das bisher in der Gemeinde gelaufen ist".

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