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Dann hau’ ich mit dem Hämmerchen: Profiauktionator Sepp Mittermeier versah seine Arbeit wieder auf dem Siedlerfest.

Fundsachenversteigerung auf dem Siedlerfest

Nähmaschinen und andere Schnäppchen

Karlsfeld - Motorsägen, eine Nähmaschine, ein original japanischer Reiskocher mit asiatischen Schriftzeichen, Schmuck, Laptops und Tablets und vieles mehr: Bei der Fundsachenversteigerung am Siedlerfest gab es für Schnäppchenjäger wieder viel Kurioses, Schönes und Nützliches.

„Man kann Schmankerl und Raritäten finden, die man sonst in Deutschland nie finden würde“, sagt Josef Rankl. Er leitet das Fundbüro am Flughafen. „Es ist ein Repertoire des Lebens.“

In Karlsfeld kamen fast 508 Einzelstücke unter den Hammer, einige davon in Einzelauktionen, andere wurden gleich in Paketen versteigert. 20 Brillen, 15 Gürtel oder gleich ein ganzes Ausstattungspaket für Frau, Kind oder Mann konnte man so zum Beispiel günstig erwerben. Das Zelt war gut besucht, vor allem bei den technischen Geräten steigerten die Gäste fleißig mit.

Manche hatten die Fundsachen bereits vorab genau unter die Lupe genommen. Wie Rudi Fuchs zum Beispiel, der schon vor der Auktion das Angebot begutachtet hatte. Er näht gerne Vorhänge und ändert seine Arbeitskleidung selbst. Deshalb ersteigerte er schließlich die Nähmaschine für 70 Euro. „Dann kann ich meine alte endlich wegschmeißen“, freute er sich.

Nicht ganz so viel anfangen mit allen ersteigerten Sachen kann Andy, der sich den Themenkoffer „Bücher“ gesichert hatte. Er wusste vorab nur, dass 15 Bücher in dem Koffer steckten. Heraus kamen dann mehrere Romane, ein Fachbuch über das Europäische Parlament, ein Buch auf Russisch und, damit auch Nichtrussischsprecher etwas damit anfangen können, ein russisches Wörterbuch. Russisch zu lernen hat Andy zwar nicht vor, er war trotzdem zufrieden mit seinem Koffer: Für den Weinliebhaber war schließlich ein Weinführer durch Südafrika dabei. Und: „Für mich geht es sowieso um den Spaß. Das ist das Wichtigste“, sagt er.

So dachte auch Silvester Sertl. Der Siedlerfest-Kellner hat einen der Überraschungskoffer ersteigert. Um deren Inhalt rankte sich ein großes Geheimnis. Nur so viel war den Bietern bekannt: „Es gibt ein gewisses Niveau, da gehen wir nicht drunter“, erklärte Josef Rankl. Verschmutzte Unterwäsche oder intime Urlaubsfotos wird man nicht finden, die Flughafenmitarbeiter richteten alle Koffer noch einmal her. Sertl bedient schon seit Jahren auf dem Siedlerfest, bei der Auktion hat er dieses Mal aber zum ersten Mal mitgemacht. „Ich hatte gerade Zeit, also hab ich einfach mitgesteigert“, sagt er. Bis zu 200 Euro wäre er gegangen, der Preis lag zum Schluss etwas unter seiner Schmerzgrenze.

Nach der Versteigerung lüftete Silvester Sertl sofort das große Mysterium um den Inhalt des Koffers. Drinnen waren unter anderem Kleidung - die Sertl zwar größtenteils nicht passt -, ein Film für alte Fotoapparate, ein nicht mehr ganz moderner elektronischer Terminkalender, ein Telefon, ein Schrittzähler, zwei Brillen, eine Herrenuhr, ein Herrenarmband und ein Martini.

Sertl ist zufrieden damit: „Da hab ich wirklich ein Schnäppchen gemacht, die Sachen, die ich nicht brauche, versteigere ich im Internet weiter.“

Am besten gefällt ihm der Koffer selbst. Es ist ein Markenkoffer aus Polycarbonat: „Allein der ist normalerweise schon viel teurer."

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