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Der Verblichene mit den leuchtenden Augen wird bereit gemacht. Er freut sich schon auf viele, viele schreckhafter Karlsfelderinnen und Karlsfelder.

Siedlerfest 2016

Karlsfeld feiert eine Jubiläumsparty

Karlsfeld - Karlsfeld feiert jedes Jahr von Ende Juni bis Anfang Juli sein Siedlerfest. Am Freitag geht es wieder los, diesmal mit einem besonders attraktiven Programm: Es ist die 60. Auflage der traditionsreichen Veranstaltung.

Die Frage, wie viele Gäste so in etwa das Karlsfelder Siedlerfest besuchen, muss Christa Berger-Stögbauer unbeantwortet lassen. „Das lässt sich nicht zählen“, sagt die langjährige Festreferentin. Andere interessante Zahlen aber hat sie parat. So werden heuer 43 Schausteller dabei sein. Im Festzelt werden alljährlich rund 400 Hektoliter Bier ausgeschenkt und rund 14 000 halbe Hendl verspeist. Die Maß im Zelt von Festwirt Burkhard Greiner kostet 7,80 Euro – so viel wie im vergangenen Jahr.

Im August 1957 trafen sich Mitglieder, Verwandte und Freunde der Siedlergemeinschaft Karlsfeld-Nord, um ein Sommerfest zu feiern. Dies war der Grundstein für das Siedler- und Seefest. Damals wie heute ist die Siedlergemeinschaft Karlsfeld-Nord Veranstalter. Um ein Fest dieser Größe auf die Beine zu stellen, müssen so ziemlich alle Vereinsmitglieder mit ran. Die Fäden laufen bei Festreferentin Christa Berger-Stögbauer und ihrem Festausschuss zusammen.

Im Lauf der Jahre wurde das Siedlerfest immer größer. 1962 ging es erstmals über zwei Tage. 1967 löste ein Fest mit Volksfestcharakter die zuvor eher familiäre Veranstaltung ab. Es dauerte erstmals acht Tage, von Sonntag bis Sonntag. An beiden Sonntagen fanden Boxkämpfe statt. Ein Miniaturfeuerwerk war der Anfang des heutigen Brillantfeuerwerks, das Jahr für Jahr Tausende Zuschauer anlockt.

Im darauffolgenden Jahr bekam das Siedlerfest erstmals wegen seines neuen Standorts den Zusatz „Seefest“. Das Rahmenprogramm wurde ausgeweitet. Der Festzug sowie ein Schafkopfrennen und verschiedene Sportveranstaltungen kamen hinzu. Mit dem Ausbau und der Gestaltung des Sees erhielt das Volksfest im Jahr 1972 seinen heutigen Standort.

Schon damals dabei: Das Ponykarussel von Michael Kaiser aus Langenpettenbach. Die Stadt Dachau hat Kaiser vor einigen Wochen vom Volksfest verbannt, vorausgegangen waren anhaltende Proteste von Tierschützern. Auch in Karlsfeld wurden zuletzt Stimmen gegen das Ponykarussel laut, wenngleich nur vereinzelt. Christa Berger-Stögbauer kann die Protestler nicht verstehen: „Den Pferden geht es bei Kaiser gut, bei uns in Karlsfeld haben die sogar eine eigene Koppel."

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