Pause am Set: (v.l.) Evi Goldbrunner, Jordan Prentice (Tom), Joachim Dollhopf, Luis Vorbach (Michi) und Jürgen Jürges (Kamera) vor der alten griechischen Schule.

 Filmstart von "Auf Augenhöhe"

Ein Kleinberghofer erobert die Kinos

Regisseur Joachim Dollhopf hat es geschafft: Sein Film „Auf Augenhöhe“ flimmert ab heute offiziell auf den großen Kinoleinwänden. Dabei hieß es für den gebürtigen Kleinberghofer: zurück zu den Wurzeln.

Ein Werk eines gebürtigen Kleinberghofers kommt jetzt in die deutschen Kinos. Joachim Dollhopf, 45, ist stolz auf seinen ersten Kinofilm. Eineinhalb Jahre Dreharbeit liegen hinter dem Regisseur und dessen Team.

Herausgekommen ist „Auf Augenhöhe“. Der Film handelt von einem kleinen Jungen namens Michi, der nach dem Tod seiner Mutter in einem Kinderheim aufwächst. Durch Zufall findet er die Adresse seines Vaters Tom, den er davor nicht kannte. Auf witzige und emotionale Weise beschreibt Dollhopf das Kennenlernen der beiden im Film. Das Besondere an der Geschichte ist, dass Michis Vater, gespielt von Jordan Prentice, ein Kleinwüchsiger ist.

Aufgewachsen ist Joachim Dollhopf in Kleinberghofen. Als Jugendlicher ging er auf das Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau. Dort besuchte er von der 5. Klasse bis zum Abitur die Theatergruppe. Joachim Dollhopf schwelgt in Erinnerungen an diese Zeit: „Die Theatergruppe hat mich sehr geprägt. Seitdem wollte ich Schauspieler oder Filmemacher werden“. Nach der Schule war er weiterhin Mitglied in verschiedenen Theatergruppen im Landkreis. Die Begeisterung für Filme verschlug ihn nach Potsdam auf die Filmhochschule in Babelsberg.

Mittlerweile hat er mit seiner Partnerin Evi Goldbrunner eine Tochter. Das Paar hat das Drehbuch für den Film zusammen geschrieben und gemeinsam am Dreh gearbeitet. Trotz Wohnsitz in Potsdam kommt er noch regelmäßig in den Landkreis, um seine Mutter zu besuchen.

Ein Drehort für „Auf Augenhöhe“ befindet sich sogar im Dachauer Land. Alle Szenen im Kinderheim wurden in der griechischen Schule in Mitterndorf gedreht. Das Haus wurde extra für den Dreh zum Heim umgebaut. „Die Location war mein persönliches Highlight. Es war sehr schön für mich, in meinem alten Heimatlandkreis zu drehen“, sagt Joachim Dollhopf. Er hat während seines Zivildienstes regelmäßig zwei kleine Geschwister zur griechischen Schule gefahren, als sie noch in Betrieb war. In Erinnerung ist ihm „das liebenswürdige kleine Schulgebäude mit der großen Wiese und dem Ausblick auf die weiten Felder“ geblieben, erzählt er.

Auf dem Münchner Filmfest wurde der Film mit dem Kinderfilmfest-Publikumspreis 2016 geehrt. Auf jeden Fall ein Film für die ganze Familie. Denn Joachim Dollhopf betont: „Der Film ist kein Problemfilm. Sondern ein Film, der auch sehr witzige Momente hat.“

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