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Geniale Kunstwerke schuf Profischnitzer Tobias Wolfram auf dem Hoffest in Sickertshofen.

Kunst und Kürbisse vereinigt

Schmackhaft und schön gruselig

Sickertshofen - Zwar ist die Bayerische Kürbisweig-Meisterschaft mangels Masse ausgefallen. Doch das tat dem Hoffest „Kunst & Kürbis“ in Sickertshofen keinen Abbruch.

Das Hoffest „Kunst & Kürbis“ auf dem Hofgut Sickertshofen war am vergangenen Wochenende wieder Anziehungspunkt für Tausende von Besuchern. Die Familie Loock präsentierte dabei neben ihren mehr als 300 Kürbissorten auch viel Kunst und ein buntes Programm.

Petrus hatte es gut gemeint an den beiden Tagen. Bei sonnigem Herbstwetter pilgerten Scharen von Gästen auf den idyllisch gelegenen Bauernhof, um zu schauen, zu kaufen oder sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Butternut, Hokkaido, Golden Nugget, Blue Hubbard und Kalebassen sind nur einige der Sorten, die jedes Jahr auf den Feldern der Familie Loock reifen und in der Ausstellung gezeigt und bestaunt werden konnten. Die bunten Riesenfrüchte sind in der Herbstküche sehr begehrt und lassen sich zu vielen schmackhaften Gerichten verarbeiten.

Kinder freuen sich über die „Gelben Riesen“, aber eher, um daraus gruselige Halloween-Gesellen zu schnitzen. Sie machten davon in einer eigens eingerichteten Schnitzecke rege Gebrauch. Wie man es richtig macht, zeigte gleich nebenan der Profischnitzer Tobias Wolfram und gegenüber wurde mit Begeisterung auf Trommeln und Kalebassen musiziert.

Bei „Kunst & Kürbis“ geht es aber nicht nur um Kürbisse. Rund 80 Aussteller präsentierten ihre Werke aus den Bereichen Malerei, Floristik, Keramik, Holzkunst und Modedesign. Dazu gab es, angefangen bei Brot, Wein und Käse bis zu Honig und Räucherfisch, Leckereien aller Art. Im Gewölbesaal war Gelegenheit zu einer kleinen Rast und um sich mit internationalen Spezialitäten, wie Kürbissuppen, Fladenbrot, Kuchen und Torten verwöhnen zu lassen.

Viel Zuspruch fand auch das kulturelle Begleitprogramm. Der Gesangsauftritt der Mozarteum-Absolventin Anna-Magdalena Perwein, die von Sabine Braum in der Hofkirche am Klavier begleitet wurde, bekam ebenso viel Beifall wie die Musikdarbietungen der Eschenrieder Tanzlmusi und des Schönbrunner Bläserensembles.

Einen Augenschmaus boten auch die vier jungen Damen vom Stelzentheater Landsberg, die gemessenen Schrittes durch das Hofgelände stolzierten.

Ausfallen musste in diesem Jahr allerdings die Bayerische Kürbiswieg-Meisterschaft. Wie die Veranstalterin sagte, gab es diesmal nur ganz wenige Riesen-Exemplare, die für die Meisterschaft in Frage gekommen wären.

Auf ihre Kosten gekommen sind die Besucher aber allemal, denn die Eigenzüchtungen von Walburga Loock, die kunstvoll arrangiert als Schachbrett mitten im Hof aufgebaut sind oder als Zugtiere vor historische Kutschen gespannt wurden, sind schon allein für sich eine wahre Augenweide. Zu sehen sind diese Kunstwerke noch bis Ende Oktober während der Kürbisausstellung.

ela

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