Thema Lebenslauf und Berufsaussichten: Waltraud Wolfsmüller (l.) und Yasmin Fehlner vom AK Asyl sowie Tennet-Personalchef Klaus Feuerlein (2.v.l.) im Gespräch mit den Asylbewerbern Abdalsator Shik Mousa (M.) und Mohammad Khattab Khier (r.). foto. ans

Asylbewerber und Arbeitgeber kommen ins Geschäft

Dachau - Firmen suchen händeringend nach Fachkräften und Auszubildenden. Gleichzeitig leben viele Asylbewerber im Landkreis. Können beide Seiten voneinander profitieren? Im Ludwig-Thoma-Haus kamen regionale Arbeitgeber mit arbeitswilligen Asylbewerbern ins Gespräch.

„Arbeitsmöglichkeiten für Asylbewerber“ - so lautete der Titel der Veranstaltung im Ludwig-Thoma-Haus. Vertreter der Arbeitsagentur, OB Florian Hartmann, Alexander Dallmayr von der Ausländerbehörde des Landratsamts und Josef Mayer vom Arbeitskreis Asyl klärten die Besucher über die Chancen und Schwierigkeiten für Asylbewerber auf dem Arbeitsmarkt auf.

„Oftmals haben die Arbeitgeber Angst, dass sie viel Bürokram erledigen müssen oder keine Planungssicherheit haben, wenn sie Flüchtlinge einstellen“, sagte Josef Mayer vom Arbeitskreis Asyl Dachau, der sich um die Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge in der Lilienstraße kümmert. Alexander Dallmayr, Leiter der Ausländerbehörde des Landratsamtes, erklärte den rund 90 Zuhörern die Voraussetzungen, unter denen Asylbewerber eine Arbeit beginnen können: Erst ab dem vierten Monat seines Aufenthalts darf ein Asylbewerber nach einer Beschäftigung suchen, allerdings muss er dafür einen Antrag bei der Ausländerbehörde stellen. Gleichzeitig prüft das Arbeitsamt, ob ein Deutscher, ein EU-Bürger oder ein Ausländer mit deutscher Staatsangehörigheit sich für die Stelle bewirbt. Dieser würde bevorzugt werden. Außerdem prüft die Arbeitsagentur, erklärte Guido Maier, ob der Arbeitgeber des Asylbewerbers die tarif- oder ortsrechtliche Bezahlung einhält.

„Asylbewerber aus sicheren Herkunftsländern dürfen grundsätzlich nicht bei uns arbeiten“, erklärte Dallmayr. Keine Arbeitserlaubnis brauchen Flüchtlinge, wenn sie eine Berufsausbildung, ein verpflichtendes Praktikum, eine Hospitation machen oder ehrenamtlich tätig sind. Die Arbeitserlaubnis sei oft eine Hürde für die Arbeitgeber, aber überwindbar.

Hürden genommen haben bei der Veranstaltung auch die interessierten Asylbewerber und Unternehmer: Klaus Feuerlein vom Strombetreiber Tennet kam zum Beispiel mit den Syrern Mohammad Khattab Khier und Abdalsator Shik Mousa aus der Lilienstraße ins Gespräch. Eventuell ergibt sich daraus auch ein Praktikum oder eine Berufsausbildung, wie Feuerlein sagte: „Wir bieten immer mal ein Schnupperpraktikum an und sehen dann, was sich daraus ergibt.“

(ans)

Auch interessant

<center>Entdecke Oberbayern!</center>

Entdecke Oberbayern!

Entdecke Oberbayern!
<center>Das große Familien-Outdoor-Abenteuer-Buch Bayern</center>

Das große Familien-Outdoor-Abenteuer-Buch Bayern

Das große Familien-Outdoor-Abenteuer-Buch Bayern
<center>Süße Weihnachtsbäckerei</center>

Süße Weihnachtsbäckerei

Süße Weihnachtsbäckerei
<center>Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern</center>

Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern

Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern

Meistgelesene Artikel

Ordnung und Ehrung

Dachau - Die Dachauer CSU hat langjährige Mitglieder geehrt und neue willkommen geheißen - bei ihrer Traditionsveranstaltung: dem Ehrenabend im Schwarzberghof.
Ordnung und Ehrung

Der Überfall war "nur ein Scherz"

Röhrmoos - Ein Duo klingelt maskiert und bewaffnet an der Tür eines Bekannten, hält ihm die Pistole an die Schläfe und fordert Rauschgift: Doch das war „alles nur ein …
Der Überfall war "nur ein Scherz"

Kommentare