Drei Dachauer wollen nach Berlin

Dachau - Wer wird Nachfolger von Gerda Hasselfeldt im Bundestag? Die Auswahl eines Kandidaten wird spannend bei der CSU. Denn drei Interessenten aus dem Landkreis Dachau haben sich gemeldet

Gerda Hasselfeldt, die den Wahlkreis Bruck/Dachau als direkt gewählte CSU-Abgeordnete seit 29 Jahren vertritt, wird 2017 nicht mehr kandidieren. Eine mögliche Nachfolgerin aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck hatte schon Ende April verkündet, dass sie kandidieren will: Katrin Mair aus Türkenfeld. Doch sie bekommt es nach Informationen der Dachauer Nachrichten mit drei weiteren Interessenten aus dem Landkreis Dachau zu tun: Anton Kreitmair, Dr. Georg von Hundt und Florian Schiller. Bernhard Seidenath, Kreisvorsitzender der Dachauer CSU, und der Brucker Vorsitzende Thomas Karmasin stellen die Interessenten heute bei einer Pressekonferenz im Gasthof Groß in Bergkirchen vor.

Anton Kreitmair sammelt seit knapp drei Jahren parlamentarische Erfahrung als Landtagsabgeordneter. Der Landwirt aus Kleinberghofen ist seit 2005 Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes in Dachau, seit vier Jahren ist er bei den Landwirten in ganz Oberbayern bekannt: als Bezirkspräsident des Bauernverbandes. Kreitmair ist 52 Jahre alt.

Der Mediziner Dr. Georg von Hundt aus Lauterbach war sechs Jahre lang Gemeinderat in Bergkirchen und bringt so kommunalpolitische Erfahrung mit. Auch im Nachbarlandkreis ist von Hundt vernetzt: Er engagiert sich ehrenamtlich beim Malteser Hilfsdienst als Kreisvorsitzender für Dachau und Bruck. Georg von Hundt ist 43 Jahre alt und arbeitet seit zehn Jahren in der Pharmaindustrie. Nebenberuflich betreibt er eine Land- und Forstwirtschaft.

Der Dritte im Bunde der Interessenten aus dem Landkreis Dachau ist Florian Schiller, Dachauer Stadtrat. Schiller ist seit Anfang des Jahres Fraktionsvorsitzender der CSU im Stadtrat. Außerdem sitzt er für die CSU im Kreistag. Schiller ist 33 Jahre alt und beruflich als Einkaufsmanager tätig.

So haben die Mitglieder der CSU vier Interessenten zur Auswahl - mit Katrin Mair aus Türkenfeld, die offenbar aus dem eigenen Landkreis keine Mitbewerber hat. Seidenath war eine gemeinsame Suche von vorneherein wichtig, „um den besten Kandidaten aus dem gesamten Bundeswahlkreis zu ermitteln“. Die Interessenten werden sich in allen CSU-Ortsverbänden vorstellen. Bei der Nominierungsversammlung am Mittwoch, 16. November, wird dann der Kandidat gekürt, der in den Bundestagswahlkampf ziehen wird.

Nikola Obermeier

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