Das Jubiläumsmitglied Christiane Westner mit der Kreisgeschäftsführerin Stefanie Otterbein (r.) und dem Kreisvorsitzenden Anton Hassmann (l.). foto: vdk

Gemeinsam für Gerechtigkeit

Dachau - Der VdK-Kreisverband Dachau begrüße sein 6000. Mitglied: Christiane Westner. Und nam dies gleich zum Anlass, ein wenig Kritik zu üben.

Der VdK Kreisverband Dachau hat nun mehr als 6000 Mitglieder. Gegen Ende des Jahres 2006 zählte der VdK Kreisverband Dachau 4000 Mitglieder. Im vergangenen Jahr konnte der VdK-Kreisverband Dachau seine Mitgliedszahlen um fast 4Prozent steigern - was weit über dem oberbayrischen VdK-Durchschnitt liegt.

Kreisgeschäftsführerin Stefanie Otterbein bezeichnete die steigenden Mitgliederzahlen als „Vertrauensbeweis“, welcher belege, dass sich die Menschen in der großen VdK-Familie gut aufgehoben fühlen, aber auch, dass immer mehr Menschen auf die sozialrechtliche und sozialpolitische Unterstützung des VdK angewiesen seien. Insgesamt führte der VdK-Kreisverband Dachau heuer bereits über 4000 persönliche Beratungen durch, stellte bisher 360 Anträge, erhob fast 200 Widersprüche und Klagen. Es konnten bereits fast 150 000 Euro an Nachzahlungen für die Mitglieder erstritten werden. „Wir sollten mit dem Erreichten zwar zufrieden sein“, so Otterbein, „aber niemals müde werden, uns weiter für mehr soziale Gerechtigkeit und gegen die zunehmende soziale Kälte in unserem Land einzusetzen.“

Pflegebedürftige Menschen und vor allem deren stark belastete pflegende Angehörige benötigen mehr Unterstützung und Hilfe, sagte der Kreisvorsitzende Anton Hassmann. Es brauche im Landkreis eine zentrale Anlaufstelle, wo Betroffene alle Informationen rund um den Pflegefall komplett abrufen können. „Hier besteht im Landkreis erheblicher Nachholbedarf“, so Hassmann. Auch könne Barrierefreiheit nicht an einem Tag erreicht werden, doch hier will der Kreisverband mehr Aufmerksamkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung schaffen: „Barrierefreiheit geht wirklich jeden an!“, so Hassmann.

Außerdem brauchen Stadt und Landkreis mehr sozialen Wohnraum, „denn Wohnraum muss für jeden bezahlbar sein und bleiben“. Die Schere zwischen Arm und Reich klaffe auch weiterhin immer mehr auseinander. Gerade im Alter sind sogar Menschen, die ihr Leben lang gut verdient haben, immer mehr auf soziale Hilfen oder sogar Grundsicherung angewiesen. „Altersarmut darf in einem reichen Land wie Deutschland nicht traurige Lebensrealität der Senioren und Zukunftsperspektive der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sein!“, so Hassmann.

In den vergangenen vier Jahren hat der Kreisverband Dachau neben der qualifizierten Rechtsberatung auch durch gezielte Netzwerkarbeit und sozialpolitischen Einsatz immer wieder auf die Probleme und Schwierigkeiten der Menschen in Dachau und dem Dachauer Land aufmerksam machen können. Auch praktisch hilft der VdK den Bürgern weiter und schließt ab November mit der Kooperation zur Wohnraumberatung eine wichtige Beratungslücke in unserem Landkreis. „Die große ,VdK-Familie’ lässt in jedem Fall niemanden alleine“, schloss Hassmann. Er lobte darüber hinaus das große Engagement der Ortsverbände als erste Anlaufstelle. Ehrenamt sei keine Selbstverständlichkeit, so der Vorsitzende.

Hilfesuchende finden den VdK-Kreisverband Dachau in der Brucker Straße 47 in Dachau oder unter der Telefonnummer 0 81 31/8 78 72 sowie im Internet unter www.vdk.de/kv-dachau.

(dn)

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