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Verena Reindl und Janine Hollung waren bei der deutschen Pole-Dance-Meisterschaft erfolgreich.

Gold, Gold und Bronze an der Stange

Dachau - Zwei junge Damen aus dem Landkreis Dachau haben haben spontan bei der Deutschen Meisterschaft an der Stange teilgenommen - und sofort einen Platz auf dem Siegertreppchen errungen: Janine Hollung und Verena Reindl. Auch ein Oberrother ist dort angetreten - und wurde „Mister Pole Dance Germany“. Er hatte es aber auch deutlich leichter als die Damen.

Kopfüber hängt Jürgen Rinelli an der silberfarbenen Fitnessstange. Mit seinen Oberschenkeln und dem linken Fuß krallt er sich daran fest. Wie ein fernöstlicher Buddha hat sich der 46-jährige an die Pole Dance Stange festgewunden. Und hat trotzdem noch ein Grinsen auf seinen Lippen.

Jürgen Rinelli ist amtierender „Mister Pole Dance Germany“. Er gewann die Deutsche Meisterschaft der „Stangen-Athleten“ in Hamburg - obwohl er erst seit vergangenen Januar im Pole Dance Studio in der Brunngartenstraße trainiert. Doch schnell wurden die Fitness-Übungen an der Stange zu seiner großen Leidenschaft: „Es ist der Sport, der mich richtig begeistert und fordert“, erzählt der Oberrother: „Er verbindet Kraft, Eleganz, Akrobatik und Rhythmik.“

Auch die Studiobetreiberin Janine Hollung (35) und ihre Schülerin Verena Reindl aus Arnbach (24) sind von der Trendsportart seit Jahren begeistert. Verena Reindl betont: „Ich habe im Pole Dance vor zweieinhalb Jahren einfach die richtige Sportart für mich entdeckt“, sagt sie. „Ich bin jetzt einfach Feuer und Flamme für den Sport.“

Die beiden Pole-Dancerinnen ließen sich von ihrem Mitsportler Rinelli spontan dazu überreden, bei der Deutschen Meisterschaft mitzumachen. Und die beiden waren erfolgreich: Gold und Bronze. Hollung holte den dritten Platz unter den „Professionals“, also den Trainerinnen und Profiathleten, die mit der Sportart Geld verdienen. Verena Reindl wurde erste bei den „Semi-Professionals“, also den Sportlerinnen, die Pole Dance nur als Hobby ausüben.

Für die zwei Frauen war der Platz auf dem Siegertreppchen ein echter Erfolg - und eine große Überraschung. Für Jürgen Rinelli dagegen nicht. Denn: Er war der einzige Mann, der bei der Deutschen Meisterschaft angetreten ist - sozusagen konkurrenzlos. Für den 46-jährigen spielte das aber keine Rolle: „Da schaut die ganze Jury auf dich und ich habe mir gedacht, ich muss jetzt einfach was zeigen“, sagt Rinelli. Am darauffolgenden Tag trat er sogar zur Weltmeisterschaft an, der „Miss & Mister Pole Dance Globe“ - und machte den zweiten Platz. Er hatte allerdings auch nur einen einzigen Konkurrenten, ein Profi aus der Ukraine, der Pole Dance schon länger betreibt.

Ein verkehrter Buddha: Jürgen Rinelli ist Deutscher Meister.

Rinelli, der eigentlich im IT-Bereich arbeitet, ist durch einen Zufall zu dem Sport gekommen. „Ich wollte eigentlich nur meine Freundin überraschen“, erzählt er. Deshalb meldete er sich zu einem Kurs bei im Studio von Janine Hollung an. Für sie ist das eher die Ausnahme: „Jürgen ist der zweite Mann, der bei mir trainiert“, erzählt die 35-Jährige. In Deutschland sind nur rund 0,2 Prozent der Pole-Dancer Männer. „Doch eigentlich ist Pole Dance ein Männersport“, erklärt sie. Denn die Trendsportart geht gar nicht auf leicht bekleidete Damen in Table-Dance-Bars zurück, sondern auf den chinesischen Staatszirkus vor rund 800 Jahren, so Hollung. Dort zeigten Männer bereits Vorstellungen mit langen Tanzstangen.

„Männer tun sich vor allem bei Kraftelementen viel leichter als Frauen“, erklärt Hollung. Viele Figuren an der Stange erfordern eben viel Kraft in Brust, Rücken und Armen, die bei den meisten Frauen erst antrainiert werden muss. „Jürgen kann Kraftübungen recht schnell, für die Frauen seit Jahren trainieren“, erzählt sie grinsend.

Und so lässt Rinellis Ehrgeiz auch nicht nach. Gemeinsam mit Verena Reindl fährt er im November zur Europameisterschaft. Mal sehen, auf wie viele Konkurrenten er dort treffen wird.

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