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Petra Loibl arbeitet an verschiedenen Schulen im Landkreis als Schulpsychologin.

Interview mit Schulpsychologin Petra Loibl

Heikle Phase Übertritt

Landkreis - Petra Loibl ist Schulpsychologin an verschiedenen Grund- und Mittelschulen im Landkreis. Sie berät auch Familien und Schüler in einer heiklen Phase: beim Übertritt auf die weiterführende Schule.

Petra Loibl hilft im Einzelfallberatung, bei der Erstellung von schulpsychologischen Gutachten, bei Lehrerfortbildungen und in der Testdiagnostik. Die Schulpsychologing, die an verschiedenen Grund- und Mittelschulen im Landkreis tätig ist, berät auch Familien und Schüler in einer heiklen Phase: dem Übertritt auf die weiterführende Schule. Die Psychologin und Grundschullehrerin plädiert dafür, dabei den Druck herauszunehmen. 

-Frau Loibl, wie schätzen Sie den Übertritt von der Grundschule auf weiterführende Schulen ein? 

Der Übertritt ist zwar ein situatives Moment, geht aber eigentlich über einen langen Zeitraum – nämlich über ein ganzes Schuljahr. Das ÜbertrittszeugnSis ist eigentlich nur eine Zusammenfassung dessen, was im vierten Schuljahr abläuft. 

-Das klingt sehr harmlos. Oft entsteht in dieser Phase aber wohl auch viel Druck. 

Klar, denn oft hängt die Entscheidung für eine weiterführende Schule auch mit den Erwartungen und Hoffnungen der Eltern zusammen. Dabei fließen auch gesellschaftliche Einstellungen mit ein, denn oft reden die Eltern ja auch untereinander: Mein Kind geht auf diese Schule, und mein Kind dahin. 

-Sind die Eltern dann die eigentlichen „Druckmacher“ beim Übertritt? 

Nein, so würde ich das nicht sehen, denn die Eltern sind natürlich auch Entscheidungshilfe. Die Kinder können oft selbst noch nicht entscheiden, auf welche Schule sie gehen. Sie wollen zum Beispiel nur aufs Gymnasium, weil auch die Freundin aufs Gymnasium geht. Wichtig ist mir deshalb in meiner Beratungsarbeit, bei den Eltern und Schülern wieder ein bisschen Offenheit reinzubringen. 

-Wie schaffen Sie das? 

Ich versuche, wieder eine realistische Sicht auf den Übertritt zu erarbeiten: Es ist ja keine endgültige Entscheidung fürs Leben. Heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten, das Abitur zu machen oder die Hochschulreife zu erlangen. Aber oftmals werden mit dem Übertritt auch einfach Hoffnungen und Erwartungen zerstört, weil das eigene Kind nicht aufs Gymnasium oder die Realschule gehen kann. 

-Wann ist denn ein Kind grundsätzlich für die Realschule oder das Gymnasium geeignet? 

Neben den kognitiven Voraussetzungen, die sich in den Noten spiegeln, ist es auch wichtig, dass ein Kind selbstständig lernen und mit Misserfolgen umgehen kann. Außerdem muss das Grundschulkind von der eigenen Selbstwirksamkeit überzeugt sein und sich denken: Das was ich gelernt habe, kann ich auch umsetzen, also zum Beispiel nicht prüfungsängstlich und grundsätzlich auch neugierig sein. Da muss man eben sehr breit hinschauen. 

-Was sollte das Ziel bei der Schulwahl sein? 

Auf jeden Fall, dass es den Kindern dabei gut geht und, dass der Übertritt kein unumstößlicher Einschnitt ist. Denn heutzutage ist es einfach ein lebenslanges Lernen. Und manchmal ist auch die Mittelschule für einige Kinder die bessere Entscheidung, die unsicher sind oder eher eine Führung brauchen, um sich bestmöglich zu entwickeln. 

Interview: Anna Schwarz

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