Neue Leitung, extrem hoher Wasserpreis

Langengern - Wasser ist kostbar und manchmal extrem teuer. Das jedenfalls finden die Einwohner von Langengern, die beim Ausbau ihrer Ortsdurchfahrt gleich eine neue Wasserleitung verlegt bekamen.

Im Jahr 2012 wurde die Römerstraße in Langengern neu ausgebaut, mit einem Gehweg versehen, ein Kanal und eine Wasserleitung wurden ebenfalls neu verlegt. Aber nicht nur an den Kosten für den Straßenausbau haben die Langengerner zu knabbern (wir haben berichtet), sie zeigten sich bei der Dorfbegehung mit Erdwegs Bürgermeister Georg Osterauer auch verärgert über ihren hohen Wasserpreis. Dabei habe man ihnen bei einer Informationsversammlung im Jahr 2010 eine fast kostenlose Wasserleitung versprochen. Wolfgang Pröbstl gab an, der damalige Bürgermeister Michael Reindl habe betont, die Leitung sei ja quasi schon einmal bezahlt worden. Doch das Landratsamt habe davon nichts wissen wollen, meinte er. „Wenn die Gemeinde falsch kalkuliert hat, ist das nicht unser Problem“, so Pröbstl, der im übrigen glaubt, dass er mit seiner vierköpfigen Familie seinen Anteil längst bezahlt haben müsste. Gemeinderat Helmut Steiner aus Langengern erklärte, das Gremium habe bei dem damaligen Beschluss, wie die Leitung zu finanzieren sei, die Anschlussgebühren möglichst niedrig halten wollen.

Gegenüber den Dachauer Nachrichten erklärte Bürgermeister Osterauer, dass die Gemeinde die Wahl gehabt habe, die Herstellungskosten entweder über einen hohen Beitragssatz und eine Verbrauchsgebühr in Höhe von 2,83 Euro hereinzuholen, oder aber über die Alternative, die letztlich gewählt wurde: über 50 Prozent Beitragsfinanzierung und einen Wasserpreis von 4,15 Euro. „Wer viel verbraucht, ist damit natürlich schlechter gestellt, so Georg Osterauer. Jedoch würden im nächsten Jahr die Wasserpreise ohnehin neu kalkuliert. Erschwerend kommt in Langengern hinzu, dass der Ort zwar von der Altogruppe sein Wasser bezieht, aber nicht Mitglied des Verbands ist. „Die wollen uns ja gar nicht. Sonst bekämen wir ja einen verbandsrat rein“, mutmaßte Ernst Suppmair.

Er und manch anderer Teilnehmer der Dorfbegehung schimpften auch darüber, dass die Laster, die die nahegelegene Kiesgrube anfahren, alles einstauben. „Das ist ein Unding. Das hat etwas mit Lebensqualität zu tun“, so Suppmair und viele nickten. Daher kam auch prompt die Forderung, die Verbindung von der Kapelle Geiselwies bis hin zum Gasthaus Schmaus zu teeren. Zudem sei ein Verkehrsspiegel am Gasthaus notwendig, da die Straße an dieser Stelle total unübersichtlich sei.

Auch um ein Buswartehäuschen gegenüber wurde gebeten und darum, an der Straße von Unterweikertshofen aus, die Bäume öfter auszuschneiden.

Ernst Suppmair kritisierte zudem, dass offensichtlich die Amtstafeln in den Glaskästen unterschiedlich bestückt würden. Auch zu schnelles Einfahren in die Ortschaft war ein Thema. Georg Osterauer versprach, dass die Gemeinde mehr Temposys-Geräte kaufen will. Am Ende bemerkte er: „Ich wusste, dass es hier heiß her gehen würde und Ihr habt mich nicht enttäuscht.“

(sas)

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