Relativ gering war das Interesse der Ebersbacher an der Bürgerversammlung. foto: nec

Offenbar gibt es nichts brisantes in Ebersbach

Weichs - Die erste Bürgerversammlung der Gemeinde Weichs fand nun in Ebersbach statt. Bürgermeister Harald Mundl zwar einen ausführlichen Vortrag. Doch die etwa 15 Bürger hatten nicht sehr viel zu sagen.

Ebersbach - Den Reigen seiner vier Bürgerversammlungen eröffnete Bürgermeister Harald Mundl heuer im Gasthaus Birnbaum in Ebersbach. Die etwa 15 Zuhörer waren nicht viel mehr als die anwesenden Gemeinderäte. Scheinbar gab es in letzter Zeit keine brisanten Themen, über die man sich näher informieren wollte. Das zeigte sich auch bei den Wortmeldungen, wo sich die Ebersbacher diesmal ebenfalls recht zurückhielten (siehe Kasten).

In seinem rund eineinviertelstündigen Bericht ließ der Gemeindechef das kommunalpolitische Jahr Revue passieren. Ein Thema war zum Beispiel die Jugendsozialarbeit, wo in Weichs im Durchschnitt zu anderen Gemeinden nach einer Sozialanalyse ein sehr hoher Bedarf an erzieherischen Hilfsmaßnahmen gegeben ist. Der Kreistag hat deshalb beschlossen, eine Halbtagesstelle für die Jugendsozialarbeit an der Grundschule Weichs mit der Hälfte der Kosten zu fördern (wir haben berichtet).

Erfreulich ist die Entwicklung der Schülerzahl. Man kann heuer wieder in acht Klassen zweizügig unterrichten. Unter dem Begriff Gemeindeentwicklung zeigte der Bürgermeister eine Vielzahl von Prozessen zusammengefasst auf, die sich in baulicher, struktureller, sozialer, wirtschaftlicher, rechtlicher oder auch ökologischer Hinsicht in einer Gemeinde vollziehen. So war von Mundl zu erfahren, dass für Zuwachs noch genügend Potenzial vorhanden wäre, denn es gibt noch genügend freie Flächen im Ortsbereich von Weichs, auch wenn diese momentan nicht zur Verfügung stehen. Um den Hochwasserschutz zu stärken wurde unter anderem am Mühlbach und Ebersbach ein Warnsystem für die Anlieger eingeführt.

Mundl lobte außerdem den Asylhelferkreis, der aber weitere ehrenamtliche Unterstützung bräuchte. Das Thema Asyl sieht der Bürgermeister als große Herausforderung, speziell, wenn es jetzt darum geht, Wohnungen und Arbeitsplätze zu finden. Er rechnet bei den vielen Syrern, die in Weichs sind, mit einer baldigen Anerkennung. Es gebe in Weichs etliche freie Wohnungen, die aber nicht vermietet werden.

Für das Frühjahr plant man einen Klausurtag mit dem Gemeinderat, wo man sich ausführlich mit der Grobplanung für die nächsten zehn Jahre befassen will. Wünschen würde sich der Bürgermeister ein neues Rathaus, doch stehen neben den finanziellen Pflichtaufgaben auch der Bau einer Kinderkrippe und der eventuelle Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs an. Schließlich zeigte Mundl noch die genauen Zahlen der Gemeinde auf (Bericht folgt).

Da Kulturreferent Heinrich Fitger etwas kürzer treten will, und noch kein Nachfolger für ihn in Aussicht ist, wird das Kulturprogramm 2017 eingeschränkt. Über die gemeindliche Jugendarbeit berichtete Helmut Burch, und zeigte sich recht zufrieden.

Die Wortmeldungen in Ebersbach

Frage: Franz Gruber wollte wissen, wann der DSL Ausbau in Erlhausen fertig sein wird. Antwort: Bis spätestens Ende 2017.

Frage: Jakob Stichlmeyr interessierte, wo die Asylbewerber, die dableiben, untergebracht werden - wenn sie keine Wohnung haben. Antwort: Eventuell in neue Einrichtungen. Sie müssten dann wie Obdachlose behandelt werden, dafür stünde etwa an der Kläranlage ein kleiner Wohncontainer zur Verfügung. Weichs hofft aber auf ein Entgegenkommen des Landrats bei dieser Frage. Nachdem man sich bisher bei den Unterkunftszahlen - im Landkreisvergleich - sehr engagiert zeigte, wünscht man sich, bei Engpässen künftig etwas „verschont“ zu werden. Die Modulunterkunft an der Freisinger Straße ist aktuell bis Ende 2019 genehmigt. Man schaut sich aber auch schon nach anderen Wohnbereichen um.

Frage: Lorenz Hermann konnte nicht verstehen, dass beispielsweise die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern bisher gar keinen Asylbewerber aufnehmen musste. Antwort: Mundl möchte, dass diese Gemeinden künftig auch herangezogen werden: „Mein Anliegen ist, dass für Weichs jetzt ein Stopp kommt.“

Frage: Siegmund Schmidt fragte nach, wie sich das Sport- und Bürgerhaus trägt, ob die Gemeinde weiter zuschießen muss und ob es nicht genaue Zahlen über die Belastung durch den Bau für den einzelnen Bürger gibt. Antwort: Die Unterhaltskosten für die Gastroräume trägt die Wirtin, den Unterbereich der Sportverein, den Saal sowie die Unterkünfte für die Trachtler und Schützen die. Genauere Zahlen werden bald veröffentlicht.

Frage: Schließlich interessierte Lorenz Hermann noch, was die Kommune plant, wenn das Neubaugebiet „Aufhausener Feld“ fertig ist, „denn Stillstand bedeutet Rückschritt“. Antwort: Es wird noch ein paar Jahre dauern bis dort die rund 70 Einheiten bebaut sind. Dann gebe es etwa im Hauptort noch genügen Baulücken.

(nef)

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