Riesenmotivationsschub für die Wehr

Hirtlbach - Die Zeiten, in den denen die Hirtlbacher Wehr mit Bulldog und Anhänger ausrücken musste, sind endlich vorbei. Kein Wunder also, dass der ganze Ort mitgefeiert hat, als am Sonntag Pfarrer Marek Bula das brandneue Tragkraftspritzenfahrzeug weihte.

Der ganze Ort war auf den Beinen, als die Freiwillige Feuerwehr Hirtlbach im 110. Jahr ihres Bestehens die Einweihung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) feierte. Bisher mussten sich die Hirtlbacher Spritzenmänner nämlich mit einem von einem Bulldog gezogenen Anhänger zufrieden geben, doch nun haben die Feuerwehrler erstmals ein selbstfahrendes Fahrzeug, das die Gemeinde rund 79 000 Euro gekostet hat.

Zum Vergleich: Vor dem Festzelt am Gerätehaus, in dem die Feier zur Fahrzeugweihe stattgefand, stand auch die uralte Spritze von 1906, die noch von Pferden gezogen wurde, um an den Brandherd zu kommen.

Im Mittelpunkt der Weihe stand Pfarrer Marek Bula, der dem neuen Fahrzeug den kirchlichen Segen erteilte. Der Geistliche betonte in seiner Predigt, dass jeder Feuerwehrler im Sinne Christi tätig ist. Seit nunmehr 110 Jahren würden die Feuerwehrler aus Hirtlbach nun schon segensreich Hilfe leisten. „Feuerwehrdienst ist angewandtes Christentum“, sagte der Pfarrer und zeigte, wie sehr gerade in der Feuerwehr Kameradschaft und Zusammengehalt gepflegt wird. Mit Begeisterung sind hier die Mitglieder der Wehr sowohl bei Übungen als auch im Ernstfall mit großer Zuverlässigkeit bei der Sache.

Der Pfarrer sprach von Hoffnungsträgern, die selbst in dramatischen Situationen kühlen Kopf bewahren. Die Feuerwehrmänner gedachten mit ihren Fürbitten dem sehr jung verstorbenen 2. Kommandanten Florian Schmid sowie den Hochwasser-Opfern aus Niederbayern.

Kommandant Christian Zotz erinnerte an den Zehn -Jahres-Zielplan der Gemeinde Indersdorf, der vor vier Jahren aufgestellt worden war. Damals war festgestellt worden, dass bei allen Fahrzeugen der kleineren Wehren gewaltig der Zahn der Zeit genagt hat. Allerdings hat damals kaum einer daran geglaubt, dass der Wunsch nach einem selbstfahrenden Löschfahrzeug Wirklichkeit werden würde.

Zotz betonte, dass die Gemeinde mit der Anschaffung von neuen Fahrzeugen bewiesen hat, dass sie auch die kleineren Wehren für notwendig erachtet. „Und so ein neues Fahrzeug ist natürlich auch ein Riesenmotivationsschub für unsere Wehr. Man kann für die Sicherheit im Ort gar nicht genug tun, wenn man sieht, was in Niederbayern in den letzten Tagen geschehen ist“, sagte Zotz.

In seinen Grußworten unterstrich Bürgermeister Franz Obesser, dass sich die Hirtlbacher das neue Fahrzeug durchaus verdient haben, „denn wie alle Feuerwehrler bringen auch sie sehr viel Zeit für ihre Mitbürger auf“. Zur Einweihung gab’s auch einen Scheck vom Gemeindeoberhaupt.

Von einem besonderen Höhepunkt im 110-jährigen Feuerwehrleben in Hirtlbach sprach Kreisbrandrat Heinrich Schmalenberg, weil die Wehr nun zum Ausrücken keinen Bulldog mehr braucht. Bei der Ausstattung des Fahrzeugs habe man an alles gedacht, was in so ein modern ausgerüstetes Auto gehört. „Die Gemeinde zeigt hier in vorbildlicher Weise Unterstützung des Ehrenamts.“ Musikalisch umrahmt wurde das Fest von den Bembegga Jungbläsern und dem Hirtlbacher Kirchenchor. Weil die Hirtlbacher Frauen fleißig waren, gab’s Kaffee und Kuchen.

Josef Ostermair

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