Zankapfel Jugendtheater

Petershausen - Der Kulturförderkreis Petershausen hat einen Antrag auf Zuschuss für die P-Town-Drama-Group gestellt. Wie auch die Jahre zuvor. Und darüber gab es Diskussionen. Wie auch die Jahre zuvor.

2460 Euro hatte die Vorsitzende Barbara Blickle beantragt. Das schmeckte Günther Rapf (FW) und einigen seiner Fraktionskollegen gar nicht. Rapf, der auch Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Petershausen ist, bekannte: „Ich wäre als Jugendleiter gar nicht auf die Idee gekommen, solch einen Antrag zu stellen. Warum spielen Sie nicht so lange, bis die Kosten bezahlt sind?“ Blickle verteidigte sich: „Zum Jugendtheater kommen nicht so viele Zuschauer.“ Außerdem werde bereits sehr viel ehrenamtlich gearbeitet.

FW-Fraktionsvorsitzende Andrea Stang sprang Rapf bei: „Am Anfang wurden 10 000 Euro Anschubfinanzierung beantragt. Das ist nicht mehr zu verantworten, wenn das ständig so weitergeht.“ Die abgerufenen Förderbeträge der vergangenen Jahre zählte Josef Mittl (FW) mit zweimal 8900 Euro und einmal 3290 Euro auf. Das sei zwar sicher gut investiertes Geld, das er „von Herzen gern“ gewährt habe, aber es ginge ihm auch um die Gleichbehandlung der Vereine. Daher riet Mittl, der Kulturförderkreis solle einen Antrag auf Förderung nach den allgemeinen Vereinsförderrichtlinien in der Gemeinde stellen.

Eine Lanze für Blickles Antrag brachen Lydia Thiel (CSU), es sei „eine sehr qualifizierte Arbeit“, sowie Gerhard Weber (CSU): „Das ist eine sehr, sehr nachhaltige Arbeit. Die Jugendlichen sind über viele Wochen damit beschäftigt. Von den ursprünglich hohen Beträgen sind wir doch jetzt schon auf einer sehr viel niedrigeren Höhe angekommen.“ Dem schloss sich zweiter Bürgermeister Wolfgang Stadler (SPD) an: „Gleichbehandlung ist hier schwierig.“ Denn ein Jugendtheater brauche schon mehr Geld als Tischtennis oder Badminton.

Nach der Anzahl der betreuten Jugendlichen fragte Bürgermeister Marcel Fath (FW). Blickles Antwort: 250. Bei 20 Euro pro Kopf, so Fath, würde ihr ja nach den Vereinsförderrichtlinien sogar ein Betrag von 5000 Euro als Zuschuss zustehen. Blickle gab zu bedenken, dass der Kulturförderkreis den Haushalt der Gemeinde allein schon dadurch entlaste, dass die Gemeinde sich eine Musikschule spare, die eigentlich ihre Aufgabe wäre. Andere Orte gleicher Größe wendeten für die Musikschule im Jahr 260 000 Euro auf.

Schließlich einigte sich der Gemeinderat gegen die Stimmen von Hans Scherer und Erwin Nold (beide FW) darauf, die 2460 Euro zu zahlen.

(rds)

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