Stolz auf den Rekordumsatz (v.l.): Johanna Grömmer (Österreich), Pepijn van den Hoogen (Holland), Werner Riethmann (Deutschland) und Rene Urfer (Schweiz) berichteten über die Geschäftserfolge von LOWA. Foto: ostermair

Zwei Millionen Paar Schuhe verkauft

Jetzendorf - Das Geschäft beim Jetzendorfer Sportschuhhersteller LOWA boomt.

Wie der geschäftsführende Gesellschafter Werner Riethmann auf einer Pressekonferenz bekanntgab, hat LOWA 2010 sowohl beim Umsatz als auch bei der Produktion von Outdoor- und Skischuhen zwei neue Rekorde erzielt.

Erstmals wurden mehr als zwei Millionen Paar Schuhe verkauft. „Um diese Hürde zu überspringen, haben wir einige Jahre geübt“, so der Schweizer Chef einer deutschen Marke im Besitz der italienischen Tecnica Group. Auf die neuen Rekorde können natürlich auch viele Jetzendorfer stolz sein, denn ein Großteil der 241 Mitarbeiter kommt aus der Gemeinde Jetzendorf. Aufgrund der guten Auftragslage konnte die Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr um sieben Prozent gesteigert werden.

Wie von LOWA-Chef Riethmann zu hören war, habe der „Wetterbericht“ in der Outdoor- und Winterbranche unvermindert eine starke Bedeutung. 2010 war von gleich zwei guten Wintern geprägt: Schnee von Januar bis Ende März und von Mitte Oktober bis Ende des Jahres.

„Das sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiches Geschäftsjahr“, sagte Riethmann, der den Rekord-Umsatz von 113 Millionen Euro bekanntgab. Erstmals in der Firmengeschichte sei es gelungen, die Hundert-Millionen-Grenze zu überspringen.

Was Riethmann zuversichtlich stimmt, sind die vollen Auftragsbücher. Der Orderbestand lag Ende März 2011 fast eine halbe Million Paar höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Auftragsbestände stiegen von 1,33 Millionen Paar im März 2010 auf 1,83 Millionen Paar im diesjährigen Vergleichsmonat.

Die wichtigsten Märkte liegen nach wie vor in Europa, wobei Deutschland mit 47 Prozent Umsatzanteil deutlich vorne liegt, gefolgt von der Schweiz mit 13 Prozent und Benelux mit neun Prozent. Es folgen Österreich (8 Prozent), USA (6) und Frankreich (5). Auch China sei bereits ein wichtiger Markt. Indien ist für Riethmann ein Thema, „bevor ich in Rente gehe, denn in Europa gibt es noch genügend Wachstumspotenziale“.

Starkes Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen im Kinderschuhbereich sowie bei Speedhiking und anderen Low-Cut-Schuhen. (ost)

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