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„Grenzüberschreitungen zwischen Altbayern und Schwaben“, präsentiert von Markus Würmseher, Verleger Dr. Weiland, René Brugger – und Wilhelm Liebhart (v.l.).

Prof. Liebhart feiert Geburtstag

Eine Festschrift als Blumenstrauß

Altomünster – Ein ausgesprochen stilvoller Abend wurde Prof. Dr. Wilhelm Liebhart zu seinem 65. Geburtstag im Evangelischen Gemeindezentrum in Altomünster beschert – und eine große Überraschung.

Das Geburtstagskind, das selbst eine Vielzahl von Festschriften für die ganze Umgebung verfasst hatte, sollte zu seinem Ehrentag eine eigene große Festschrift bekommen, mit dem Titel: „Grenzüberschreitungen zwischen Altbayern und Schwaben“.

Die Festgäste, in erster Linie Kollegen, Mitarbeiter und auch Schüler Liebharts, aber auch die drei Altomünsterer Bürgermeister Anton Kerle, Josef Wiedmann, Wolfgang Graf, sowie Altbürgermeister Konrad Wagner und nicht zuletzt Dachaus Landrat Stefan Löwl, wurden vom Hausherrn Pfarrer Winfried Stahl begrüßt.

Prof. Dr. Alois Schmid, ein jahrzehntelanger Wegbegleiter Liebharts, zeichnete in seiner Festansprache den Werdegang des Altomünsterer Historikers nach. Demnach hat dieser nicht nur Geschichte, Germanistik und Politwissenschaft an der Uni in München studiert, sondern hat schon seine Magisterarbeit über „Kloster, Wallfahrt und Markt in Oberbayern“ geschrieben und sich dabei speziell mit der mittelalterlichen Entstehung von Altomünster beschäftigt.

1989 wurde er zum Professor der Geschichte, Literatur und Politik an die Fachhochschule (heute Hochschule) Augsburg berufen. Liebhart habe es verstanden, die einzelnen Orte möglichst exakt zu beschreiben, ihre Vergangenheit genau zu erforschen „und hat dabei auch das Kleine und Unspektakuläre festgehalten“.

Der Dokumentation in den Heimatbüchern von Wilhelm Liebhart komme eine enorme Bedeutung zu. Mit dem Wunsch, dass noch viele weitere Schriften, Bücher und Aufsätze von Liebhart in Zukunft kommen mögen, dankte Dr. Alois Schmid für die lange berufliche Nachbarschaft und wünschte ihm auch alles Gute für sein „immer näher rückendes Ruhestandsalter“.

Was hätte nach so vielen Worten nicht besser gepasst, als das sehr liebreiche konzertante Spiel von Eva Kausch aus Arnbach an der Harfe und Gudrun Huber aus Erdweg an der Violine und der Bratsche.

Gut eineinhalb Jahre ist es her, dass René Brugger und Markus Würmseher die Idee hatten, zum 65. Geburtstag von Wilhelm Liebhart eine Festschrift zu verfassen. „Ich habe schon von ihm gehört, bevor ich ihn gesehen hatte“, erzählte Markus Würmseher schmunzelnd, wie er Liebhart als charismatischen Lehrer kennengelernt hat. Einig waren sich die beiden „Urheber“ des Buches schnell, dass es wesentlich schöner wäre, wenn viele ihren Beitrag zu dieser Festschrift leisten würden, praktisch als „Blumenstrauß für einen Akademiker“.

„So sind 27 Menschen zusammengekommen, die dieses Gemeinschaftswerk gestaltet haben“ , erklärten sie. Das Problem sei die Finanzierung gewesen. Sie dankten daher den Kommunen, den Landkreisen Augsburg, Dachau, Fürstenfeldbruck, Aichach und vielen weiteren Institutionen und Unterstützern für die Mittel, die das Buch erst möglich machten.

„Zweimal wäre unsere Überraschung beinahe aufgeflogen“, bekannten die Redner, die auch die Unterstützung von Liebharts Gattin Marianne erwähnten.

Verleger Dr. Weiland vom Schnell und Steiner Verlag freute sich, die Festschrift Prof. Dr. Wilhelm Liebhart zum Geburtstag überreichen zu dürfen: „Wir haben es gerne verlegt.“

„Mein Doktorvater hat mich immer gelehrt, Land und Leute zu betrachten,“ erklärte Wilhelm Liebhart in seiner Dankesrede.

Das Buch selbst ist unterteilt in fünf Bereiche. Es gibt Beiträge wie von Markus Würmseder über den Lech als Grenze oder von Johanna Elisabeth Schmid über zwei süddeutsche Jesuiten in Nordamerika. Walter Pötzl beschäftigt sich mit der Verehrung des heiligen Alto im Mittelalter, Andreas Bräunling gibt einen Bericht über die Stadtbücherei Dachau, und dem Sr. Apollonia Buchinger, die letzte Birgittenschwester von Altomünster, die ebenfalls anwesend war, ist mit „Bruder Wilhelm und das achte Buch“ wiederzufinden, in dem sie aus den Regeln der hl. Birgitta zitiert.

Insgesamt 27 Autoren haben ein breites Gebiet in unterschiedlichster Weise behandelt, das sehr beachtenswert ist. Das Buch ist im Altomünsterer Museum, im Infobüro oder im Buchhandel erhältlich.

gh

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