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Volle Halle und gute Stimmung: Gegen 23 Uhr fand das letzte Spiel des Turniers statt.

Kooperation zwischen Indersdorfer Gymnasium und Jugendarbeit

Badmintonturnier bis Mitternacht

Indersdorf - Elf Uhr nachts ist alles andere als eine gewöhnliche Wettkampfzeit. Doch wer will schon gewöhnlich? 70 Kinder und Jugendliche beteiligten sich bei der Badmintonnacht am Indersdorfer Gymnasium und zeigten damit: Die Arbeit, die ein paar Einzelne in das Projekt gesteckt hatten, hat sich allemal gelohnt.

 Draußen ist es nicht nur seit Stunden stockfinster, es ist auch bereits 23 Uhr. Doch in der Sporthalle des Indersdorfer Gymnasiums herrscht Hochbetrieb. Ein Ball nach dem anderen wird übers Netz geschmettert, ein Sprint nach dem anderen hingelegt, und eine Menge zu Lachen gibt’s auch noch.

Siegerehrung um Mitternacht: Sebastian Jaeger (mit Mikro) und das Projektteam hatten für alle Preise.

Rund 70 Kinder und Jugendliche haben sich an der Badmintonnacht des Indersdorfer Gymnasiums beteiligt. Ein Projekt, das 15 Schüler im Rahmen eins Projektseminars auf die Beine gestellt haben – Unterstützung kam von Lehrerin Anja Stronz. Der Titel des Projekts stand fest, die Ideen stammten allein von den Schülern. Schnell war klar: Es soll ein Event werden, bei dem so gut wie jeder dabei sein kann. Jeder im Alter von elf bis 20 Jahren sollte sich anmelden können. Ein Turnier von 18 bis 24 Uhr. Dabei stand die Projektgruppe vor allem vor einem Problem: dem Jugendschutz.

Doch Lorenz Zähle (17) aus dem P-Seminar erklärt, wie er und seine Mitschüler diese Schwierigkeit umgehen konnten: „Wir haben uns an das Team der Jugendarbeit vor Ort gewandt, ob sie uns bei der Veranstaltung unterstützen können.“ So war die Sache mit dem Jugendschutz geritzt – Sebastian Jaeger und Nevyana Bogdanova betreuten die Veranstaltung.

Kurz nach den Sommerferien hatte die Projektgruppe aber zunächst noch alles andere als ein gutes Gefühl: Gerade mal fünf Teilnehmer hatten sich für das Nachtturnier angemeldet. „Da haben wir nochmal eine massive Werbeaktion gestartet“, sagt Zähle, und siehe da: Plötzlich wollten sich rund 70 Sportler an dem Event beteiligen.

„Uns war wichtig, dass vom Anfänger bis zum Profi jeder mitmachen kann“, erklärt Lorenz Zähle. Den Schülern lag zudem viel daran, dass „jeder mit einem Lächeln nach Hause gehen kann, egal ob er gewinnt oder nicht“. Also organisierte die Projektgruppe, dass es für jeden Teilnehmer um 24 Uhr je zwei Überraschungseier und eine Urkunde gab. Für die Sieger winkten hochwertigere Preise.

Zudem organisierten die Schüler alles von der Sponsorensuche über die Verpflegung selbst. „Da hing schon einiges dran“, so Zähle. Doch der Erfolg entlohnte die Schüler allemal. „Wir sind schon stolz darauf, was wir da geschafft haben.“ Stolz scheint auch Lehrerin Anja Stronz zu sein. Sie plant, das Projekt eventuell in zwei Jahren zu wiederholen.

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