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Die Glasfaserrohre sind in den meisten Ortsteilen Indersdorfs bereits verlegt worden: Nur Wagenried und Eichhofen fehlen noch.

Glasfasernetzausbau fast zu Ende

Bald schnelles Internet in ganz Indersdorf

Indersdorf - Der Glasfasernetzausbau in der Gemeinde Indersdorf hat rund zehn Millionen Euro gekostet. In den nächsten zwei Wochen sollen nun auch die letzten Ortsteile angeschlossen werden.

Der Glasfasernetzausbau in der Gemeinde Indersdorf befindet sich „in den letzten Zügen“, so Pressesprecher der Gemeinde Klaus Mayershofer. Seit rund eineinhalb Jahren baut die Gemeinde die Breitbandverbindung in und um Indersdorf aus. „Rund 70 Prozent aller Häuser in der Gemeinde sind jetzt angeschlossen“, sagt Mayershofer.

Erst mit der Gründung einer Bürgerinitiative von Berthold Fehr und Andreas Geier kam das Zukunftsprojekt ins Rollen. Der offizielle Spatenstich für den zehn Millionen Euro Glasfaserausbau war im vergangenen November. Ab diesem Zeitpunkt grub eine Tiefbaufirma die Böden in der Gemeinde auf und verlegte dort Kunststoffrohre für die Glasfaserverbindung.

In rund zwei Monaten wird eine weitere Firma die Tiefbaufirma ablösen und „die Glasfasern in die Rohre einblasen“, wie der Pressesprecher erklärt. Wie der Internetseite der Gemeinde zu entnehmen ist, können die meisten Ortsteile in Indersdorf die Breitbandverbindung bereits jetzt nutzen. Zwei warten jedoch noch darauf: Wagenried und Eichhofen. 

Daneben laufen noch kleine Restarbeiten im gesamten Gemeindegebiet. Die sollen aber im Laufe der nächsten zwei Wochen abgeschlossen sein. Dennoch war das Anliegen der Gemeinde seit dem Start des Projekts auch die „Einöden“ um Indersdorf mit schnellem Internet zu versorgen, so Mayershofer. „Wir sind die innovativste Gemeinde im Landkreis“, erklärt er. 

Denn andere Gemeinden im Landkreis, wie Altomünster, schrecken wegen hoher Kosten davor zurück, die Glasfaserrohre auch in kleineren Orten zu verlegen.

Für die Gemeinde war es zwar teurer, zum Beispiel Leitungen zwischen zwei abgelegenen Bauernhöfen in Senkenschlag zu graben. Aber die Gesamtkosten für den Indersdorfer Breitbandausbau seien entscheidend, so Mayershofer. „Kürzere Strecken innerorts zu verlegen, ist natürlich günstiger“, sagt der Pressesprecher: „Aber wir wollten jedem Ort natürlich die gleichen Chancen geben.“ 

Und der Andrang auf eine bessere Internetverbindung sei vor allem in den kleinen Orten ungebrochen gewesen. „Im Außenbereich haben wir 100 Prozent der Haushalte angeschlossen.“ Nur im Innenbereich Indersdorfs setzen einige Bewohner weiterhin auf die Kupferleitung. „Aber das wird sich in Zukunft auch ändern, wenn der Internet-Datenverkehr mehr wird.“

Eine Hoffnung von Berthold Fehr, der die Glasfaser-Bürgerinitiative gegründet hat, bestätigte sich nicht: Nämlich, dass sich wegen des Netzausbaus mehr Firmen in Indersdorf ansiedeln. „Ausschließlich wegen des schnelleren Internets kommen nicht mehr Firmen zu uns“, sagt Mayershofer. Das sei viel mehr ein kleines Zuckerl für die Unternehmer.

Von Anna Schwarz

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