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Jetzt wieder ein Schmuckstück: die Hirtlbacher Dorfkirche.

Kirche St. Valentin in Hirtlbach

Jubiläum im renovierten Gotteshaus

Hirtlbach- Sie ist die einzige Valentinskirche im Landkreis Dachau und weithin sichtbar. Am kommenden Sonntag wird das Gotteshaus besonders im Fokus stehen: bei einem großen Jubiläum.

Den Hirtlbachern steht am Kirchweihsonntag, 16. Oktober, ein großes Fest bevor, denn da wird das Jubiläum 300 Jahre Weihe der Pfarrkirche St. Valentin und gleichzeitig der Abschluss der umfangreichen Renovierungsarbeiten an diesem Gotteshaus gefeiert.

Zum Festgottesdienst, der um 10 Uhr beginnt, kommt Domkapitular Monsignore Thomas Schlichtung. Nach dem Gottesdienst geht es mit Blasmusik zum Pfarrheim, wo das Mittagessen im Rahmen eines großen Pfarrfestes eingenommen wird. Später gibt’s auch noch Kaffee und Kuchen.

Das Weihejubiläum gibt Anlass dazu, in der Pfarrchronik zu blättern. Da ist zu erfahren, dass der Freisinger Fürstbischof Johann Franz Eckher die Kirche am 18. Oktober 1713 geweiht hat. Eine Kirche gab es freilich schon viel früher in Hirtlbach, was damit bezeugt wird, dass 1653 zwei Seitenaltäre an Konstantin Pader, einem Bildhauer aus München, in Auftrag gegeben wurden. Fest steht jedenfalls, dass dem Fürstbischof, der schon als Kind auf dem nahen Schloss Hof lebte, die Hirtlbacher Kirche sehr am Herzen lag und er das Herrichten der damals sehr maroden Kirche bezahlte. Das äußerlich anspruchslose Gotteshaus ist mit Ausnahme des Turms, der spätgotisch ist, ein ausgesprochener Barockbau.

Ein großes Fest erlebte die Hirtlbacher Kirche 1940, denn da feierte Pfarrer Fischer hier sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Ein viel älteres Dokument ist freilich ein Bruderschaftszettel, der bei der Eröffnung und Einrichtung der St.-Anna-Bruderschaft am 14. September 1727 ausgestellt wurde.

Die letzte große Innenrenovierung fand im Jahre 1983 statt. Die neueste Außenrenovierung wurde 2011 durchgeführt. Hier ging es um die Fundamente und die Erneuerung des Holzschindeldachs und der Fassade. Wie von Kirchenpfleger Albert Reindl zu erfahren war, hat sich die umfangreiche Innenrenovierung seit 2015 bis zum Fronleichnamsfest 2016 hingezogen. Es musste sowohl der Innenputz teilweise erneuert werden als auch die Elektroinstallation. Allein ein halbes Jahr war nötig, bis die komplette Raumschale vom Gaißacher Kirchenmaler Erwin Wiegerling neu gefasst war. Von der Fachfrau Verena Lerchl aus Großberghofen wurden die erforderlichen Stuckaturarbeiten durchgeführt. Komplett restauriert hat der Orgelbauer Wolfgang Schober aus Plattling die Kirchenorgel aus dem Jahre 1896.

Stolz ist der Kirchenpfleger, dass die kompletten Kosten für die Orgelrestaurierung (17 000 Euro) durch Spenden aus der Pfarrei finanziert werden konnte. „Hier haben die Hirtlbacher ihre Verbundenheit zur Pfarrkirche deutlich zum Ausdruck gebracht“, so Reindl, dessen Familie ja eng mit der Pfarrkirche verbunden ist. Schon Reindls Vater wirkte über Jahrzehnte im Dienste der Kirche, und auch die Mutter übt gerne den Mesnerdienst aus.

Während die 2011 abgeschlossene Außenrenovierung noch mit 260 000 Euro erledigt werden konnte, mussten für die heuer abgeschlossene Innenrenovierung 430 000 Euro ausgegeben werden. Sowohl von der Außen-, als auch von der Innenrenovierung wurden 30 Prozent der Kosten, also insgesamt 207 000 Euro, aus dem Hirtlbacher Pfarrhaushalt bezahlt. Das war nur möglich, weil schon zu Zeiten des langjährigen Pfarrers Josef Lamprecht größere Summen angespart wurden. Mit rund drei Prozent der Bausumme von der Innenrenovierung (das sind 13 000 Euro) hat sich auch die Marktgemeinde Indersdorf beteiligt.

Dass St. Valentin nun wieder in neuem Glanz erstrahlt, stimmt die Hirtlbacher glücklich.

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