Höheren Zuschuss beantragt

Mittagsbetreuung für Grundschüler stark nachgefragt

Weichs - Bekommt der Träger der Mittagsbetreuung an der Grundschule in Weichs einen höheren Zuschuss? Das hat die AWO beantragt, denn die Nachfrage nimmt stetig zu. Auch der Beitrag der Eltern soll erhöht werden.

Seit September 2015 ist die Arbeiterwohlfahrt Dachau Träger der Mittagsbetreuung an der Grundschule Weichs. Die Eltern, so war in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu erfahren, nehmen das Angebot sehr gut an. Dabei steigt der Bedarf für die Mittagsbetreuung auch in Weichs stetig.

Bürgermeister Harald Mundl (WBV): „Bisher wird sie von rund 60 der momentan etwa 130 Schüler besucht. Für das kommende Schuljahr sind bereits 74 angemeldet. Gerade die Nachfrage für eine Betreuung bis 17 Uhr nimmt stark zu“. Damit die pädagogische Qualität erhalten werden kann und um den Eltern und Kindern auch künftig ein differenziertes, pädagogisch fundiertes Konzept bieten zu können, beantragt der Träger eine Erweiterung der Mittagsbetreuung. In diesem Zusammenhang hat die AWO nun einen Antrag auf Erhöhung des freiwilligen kommunalen Zuschusses zur Mittagsbetreuung gestellt.

Der kommunale Defizitausgleich für alle sechs Betreuungsgruppen soll ab September 2016 vorsorglich von bisher 15 000 auf insgesamt 25 000 Euro für die Deckung der Personal- und Sachkosten erhöht werden. Zusätzlich wurde einmalig ein Zuschuss für die Grundausstattung von 6000 bis 7000 Euro für Möbel und Inventar gestellt. Die AWO beabsichtigt auch selbst eine geringfügige Erhöhung des monatlichen Elternbeitrages.

Nicht alle Gemeinderäte konnten sich mit den Zuschussanträgen gleich anfreunden: „Irgendwann muss der Träger doch wirtschaftlich kostendeckend arbeiten“ (Robert Neisser/CSU), „meiner Meinung nach zahlen die Eltern zu wenig“ (Thomas Sänger/WBV), „ich kann mit den Betreuungszahlen nichts anfangen, man bräuchte prozentuale Zuordnungen“ (Werner Dornstädter/FW), so die Reaktionen.

Petra Hesse (SPD) wiederum vertrat die Meinung, dass es nicht funktionieren werde, wenn man alles auf die Eltern abschieben möchte. Martin Hofmann (CSU) merkte an, dass seines Wissens in Weichs das Angebot über die übliche Mittagsbetreuung hinausgeht – „die Kinder können hier beispielsweise auch ihre Hausaufgaben machen“.

Auch wenn Geschäftsleiter Werner Kerzel anfügte, dass in seiner Heimatgemeinde Hilgertshausen die Kommune bei nur rund 20 Kindern sogar 8000 bis 10 000 Euro jährlich für die Mittagsbetreuung zuschießen muss, hat das Ratsgremium eine Entscheidung über die Höhe des Zuschusses vertagt.

Um sich eine endgültige Meinung zu bilden, will man zu einer der nächsten Sitzungen eine Vertreterin der AWO einladen, damit diese nochmals im Detail die Gründe des Antrags erklärt.

nef

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