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Rote Rosen gab es von den Ministranten für Thomas Barendt.

Nachprimiz gefeiert

Neupriester Thomas Barendt

Bergkirchen - Säen, ohne zu wissen, was dabei herauskommt. Neupriester Thomas Barendt, der aus einer Gärtnerdynastie stammt, hat sich genau das vorgenommen. In Bergkirchen feierte der 36-Jährige jetzt seine Nachprimiz.

Ein prächtiges Bild von Kirche und Tradition bot sich den Gläubigen in Anbetracht der zahlreichen Fahnenabordnungen aus allen Teilen der Gemeinden Bergkirchen und Schwabhausen, die zum Pfarrverband gehören und an der Nachprimizfeier des Neupriesters Thomas Barendt auf dem Kirchplatz teilnahmen.

Die Sonne strahlte vom Himmel an diesem heißen Sommertag. Der 36-Jährige, der nach zwei Jahren Ausbildungszeit den Pfarrverband verlässt, bedankte sich „für die schöne Zeit, in der ich viel gelernt und erfahren habe“ und bei allen, die mithalfen, den Tag so festlich zu gestalten. Dazu gehörten unter anderem die am langen Festzug von der Ortsmitte bis zum Kirchplatz teilnehmenden Vereine und Ministranten.

Während das Pastoralteam dem Zug folgte, ließ es sich Bürgermeister Simon Landmann als Vertreter der politischen Gemeinde nicht nehmen, den Neupriester im noblen Cabriolet zu chauffieren. Die Predigt übernahm Pfarrer Albert Hack, wie gewohnt lebensnah und anschaulich. Er stellte zunächst die Frage: „Wie passen eine Nachprimizfeier und ein Pfarrverbandsfest zusammen?“ Seine Antwort: Die Gemeinde sei „Teil des Größeren“, so Hack, und die Aufgabe des Priesters bestehe darin, die „Lebenswenden“ der Menschen, wie Taufe, Kommunion oder Eheschließung, zu begleiten und mitzugestalten.

Thomas Barendt, der aus einer Gärtnerdynastie in Moosburg/Isar stammt, unterzog er im Zusammenhang mit den Lebenswenden gleich einmal einem Test zur Pflanzenkunde, wollte wissen, wofür beispielsweise Zitronenmelisse, Lavendel oder Johanniskraut in der Kirche stehen. Die rote Rose steht bekanntlich für die Liebe und im Sinne der Kirche auch für Eheversprechen und Familie. Auch das überreichte Geschenk, ein Tütchen mit Sommerblumensamen, verwies auf die Aufgaben des Priesters, nämlich zu säen, ohne zu wissen, was dabei herauskommt, denn: „Das dürfen wir getrost dem Herrgott überlassen“.

Die Heilige Messe unterhalb der Pfarrkirche zelebrierten zusammen mit Hack und Barendt Diakon Hans Steiner, Pastoralreferent Walter Hechenberger und als gern gesehener Gast aus Polen, Pfarrer Andreas Kaszycki. Vor dem abschließenden Schlussgesang „Großer Gott, wir loben dich“ und dem allgemeinen Primizsegen des Neupriesters ließen die Fahnenträger ihre Vereinsfahne mit dem geweihten Fahnenband schmücken.

Nach der gemeinsam gesungenen Bayernhymne „Gott mit dir, du Land der Bayern“ lud Albert Hack die Besucher zum Pfarrfest ein, das viele fleißige Hände, voran der Pfarrgemeinderat, organisiert hatten. Mit festlicher Musik begleitete das Quintett Consorzio Brassivo aus Dachau die Feier. Zum Repertoire der Musiker gehören sowohl geistliche als auch bayerische Klänge, passend für das anschließende Mittagessen.

Danach ging es weiter mit einem Programm, durch das Hubert Eberl führte. Es folgten Ansprachen mit der Übergabe von Geschenken. Eine Delegation der Ministranten machte den Anfang. Pfarrer Hack übergab im Namen des ganzen Pfarrverbands dem Neupriester eine Spende für die Beschaffung eines eigenen Messgewandes.

Bürgermeister Simon Landmann sprach Dankesworte, ebenso der Pfarrverbandsratsvorsitzende Wolfgang Haydu. Während es schon Kaffee und Kuchen gab, trug das pastorale Team, angeführt von Pfarrer Hack und Marille Reiser, ein auf den Neupriester abgestimmtes Lied vor.

Um 14 Uhr kam es dann zu einem „Massenstart“ von Luftballons, bestückt mit Grußkarten an den Neupriester, der künftig in Wolfratshausen tätig sein wird. Abgerundet hat die weltliche Feier der Kinderchor mit Liedern unter der Leitung von Sebastian Winkler.

ink

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