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Das Nadelöhr von Odelzhausen: Rund 20 000 Fahrzeuge passieren jeden Tag den Kreisverkehr an der A 8. Die Verkehrsbelastung für den Ort ist enorm.

Letzte Möglichkeit für Odelzhausen

Die Odyssee einer Ortsumfahrung

Odelzhausen - 20 000 Fahrzeuge fahren durchschnittlich durch den Kreisverkehr an der Autobahn in Odelzhausen. Die Verkehrsbelastung durch den Ort ist daher hoch. Seit Jahren diskutiert die Gemeinde über eine Ortsumfahrung. Jetzt soll sich das Blatt doch noch wenden.

Der Kampf um eine Umfahrung in Odelzhausen geht weiter. Bereits im Jahr 2003 setzte sich eine Bürgerinitiative für die Umfahrung ein. Daraufhin plante Verkehrsgutachter Harald Kurzak eine Ortsumfahrung. Doch der Gemeinderat lehnte den Plan gegen den Willen der Bürger ab.

Trinkl: "Die letzte Möglichkeit, eine Umfahrung zu realisieren"

Jetzt will Bürgermeister Markus Trinkl (parteilos) das Projekt Umfahrung ein weiteres Mal angehen. Er ist optimistisch: Viele Chancen hätte die Gemeinde in den vergangenen Jahren vertan: „Jetzt ist die letzte Möglichkeit, eine Umfahrung zu realisieren“, sagte Trinkl. Seit Trinkls Amtsantritt hat das Ingenieurbüro von Harald Kurzak nochmals vier Varianten einer Umfahrung erarbeitet. Die Planungskosten dafür: Rund 26 000 Euro.

Rund 14 000 Autos fahren an einem Werktag durch den Ortskern

Die Verkehrsbelastung für den Ort ist seit 2003 höher geworden. Rund 20 000 Fahrzeuge fahren zum Beispiel jeden Tag durch den Kreisverkehr an der Autobahn. Rund 13 600 Fahrzeuge passieren jeden Tag den Ortskern von Odelzhausen. Das belegt das Verkehrsgutachten von Ingenieur Kurzak.

Bürgermeister Trinkl erklärt das höhere Verkehrsaufkommen: „Allein zwischen 2013 und 2015 hatten wir in Odelzhausen sechs Prozent Zuzug.“ Auch durch das Gewerbegebiet kamen in den vergangenen Jahren immer mehr Autofahrer in den Ort.

Bereits im Jahr 2010 kam die Forderung nach einer Verkehrsentlastung zum zweiten Mal im Gemeinderat auf. Damals entschieden sich die Gemeinderäte in einer Kampfabstimmung mit 9:8 Stimmen für eine Südumfahrung.

Der Freistaat kippte die beschlossene Südumfahrung

Doch da machte der Freistaat nicht mit, der das ganze Projekt bezahlen sollte. „Die Wirtschaftlichkeit (Anm. d. Red.: Verhältnis zwischen Kosten und Nutzung der Straße) der Südumfahrung war zu gering, um es in den Staatsstraßenausbauplan zu schaffen“, so Trinkl. Doch alleine konnte die Gemeinde die Kosten für die Umfahrung nicht tragen. Soweit die Odyssee der Ortsumfahrung in den vergangenen Jahren.

Doch jetzt kommt das Thema Umfahrung zum dritten Mal auf den Tisch und mit ihm vier Vorschläge zur Verwirklichung. Für das Ingenieurbüro und Bürgermeister Trinkl gibt es einen klaren Sieger aus den vier Umfahrungsvarianten: Eine Nordumfahrung mit einer zusätzlichen Anschlussstelle an die A 8: „Die Anschlussstelle soll etwa neben der Sandgrube Höfa liegen“, erklärt der Odelzhauser Bürgermeister. Autofahrer aus dem Norden und Westen von Odelzhausen könnten dann erst auf der Nordumfahrung fahren und dann die neue Anschlussstelle nutzen – und nicht mehr durch Odelzhausen fahren, so Trinkls Plan. Noch dazu wäre diese Umfahrung mit rund 15 Millionen Euro am günstigsten.

Eine weitere Umfahrungsvariante wäre eine Nordumfahrung ohne zusätzliche Anschlussstelle an die A 8 – sie würde rund 19 Millionen Euro kosten.

Thema Umfahrung kommt wieder auf den Tisch

Außerdem schlug das beauftragte Ingenieurbüro zwei Südumfahrungen vor: Sie würden bei jeweils 20,6 Millionen Euro liegen. Variante eins der südlichen Umfahrung würde südlich von Dietenhausen am Odelzhauser Gewerbegebiet und Landschaftsschutzgebiet entlanglaufen. Variante zwei der südlichen Umfahrung würde ähnlich zwischen Odelzhausen und Dietenhausen verlaufen.

Doch letztlich müssen die Gemeinderäte in der Sitzung am kommenden Dienstag, 22. November entscheiden, ob sie überhaupt eine Umfahrung wollen und wenn ja, welche der vier. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19.30 Uhr.

Inzwischen hat sich der Gemeinderat für eine Ortsumfahrung entschieden.

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