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Auf großes Interesse stieß die Veranstaltung von AltoNetz.

Breitbandausbau in Odelzhausen

Mit Höchstgeschwindigkeit durchs Internet

Odelzhausen - Langes Warten bis endlich eine große Datei per E-Mail versendet ist oder ein Video vollständig geladen ist – in der Gemeinde Odelzhausen gehört das bald der Vergangenheit an. Denn dort können die Bürger demnächst mit Höchstgeschwindigkeit durch das Internet surfen.

Darauf haben viele Odelzhauser gehofft: Die Gemeinde baut die Glasfasertechnik aus. Jetzt hat der Anbieter AltoNetz sein Konzept vorgestellt. Geplant ist, dass die Glasfaserkabel direkt bis in die Häuser verlegt werden. Das ist die modernste Technik, die es derzeit gibt. Fast alle Orte und Weiler der Gemeinde sollen damit ausgestattet werden. Nur große Teile des Hauptorts Odelzhausen sowie Sittenbach, Sixtnitgern und Roßbach fallen derzeit noch aus dem Förderprogramm heraus, da dort das Internet schon etwas schneller ist, als in den anderen Dörfern. Es ist aber ein zweites Ausschreibungsverfahren geplant, damit in weiteren Gebieten der Breitbandausbau realisiert werden kann. Jetzt schon dran sind die Orte Dietenhausen, Ebertshausen, Essenbach, Gaggers, Hadersried, Höfa, Lukka und Todtenried, Miegersbach, St. Johann und Taxa. Die Bewohner müssen sich bis Ende November entscheiden, ob sie einen Glasfaseranschluss und zu AltoNetz wechseln möchten. „Im Juli 2017 sollen die ersten Anschlüsse freigeschaltet werden“, kündigte Leonhard Asam von AltoNetz an. Die Bauarbeiten beginnen im März 2017 und sollen im November abgeschlossen werden. In Odelzhausen sollen in 26 Meter langen Kabelgräben etwa 52 Kilometer Glasfaserkabel eingezogen werden. Bisher hat AltoNetz in anderen Gemeinden bis jetzt schon über 200 Kilometer Glasfaserkabeln verlegt. Das Unternehmen ist aus einer Bürgerinitiative in Altomünster entstanden und versorgt mittlerweile rund 1650 Haushalte in den Gemeinden Altomünster und Schiltberg mit schnellem Internet. Auch in Odelzhausens Nachbargemeinde Pfaffenhofen wird es den Breitbandausbau übernehmen. „Bis jetzt haben wir einen störungsfreien Ablauf“, sagte Asam. Er betonte außerdem, dass die Kunden bei Störungen über eine 24-Stunden-Hotline schnell Hilfe bekommen würden. „Wir sind greifbar. Wenn sie anrufen, kommen Sie immer in Altomünster raus“, versprach er. Zunächst aber müssen die Bürger einen Vertrag mit AltoNetz abschließen. Es gibt verschiedene Varianten, die Vertragslaufzeit beträgt zwei Jahre (siehe Kasten). AltoNetz kümmert sich in der Regel um die Kündigung des alten Telefon- und Internetvertrags sowie um die Mitnahme der Rufnummer. Bevor die Baumaßnahmen starten, besichtigt ein Tiefbauer die Häuser und legt mit den Eigentümern fest, an welcher Stelle die Installation im Keller erfolgen kann. Mit einer Kernbohrung wird ein Lehrrohr ins Haus verlegt, in das das Glasfaserkabel eingeblasen wird. Mit dieser Methode muss das Grundstück nicht aufgegraben werden. Schließlich verlegt ein Techniker das Ende des Kabels an den Hausübergabepunkt. Von dort aus muss der Kunde selbst für die hausinterne Verkabelung mit dem Router sorgen beziehungsweise eine Firma damit beauftragen. Am Tag der Inbetriebnahme kann dann auf Wunsch wieder ein Techniker von AltoNetz den Anschluss einrichten, dieser Service kostet aber 99 Euro. Abgesehen davon ist der Glasfaseranschluss kostenlos, wenn man ihn bis spätestens 30. November beauftragt. Auch ein Router ist bei der Ersterschließung mit inbegriffen. Wer sich allerdings erst später für Glasfaser entscheidet, muss womöglich mehrere tausend Euro zahlen. Infostand Jeder, der sich für Glasfaser interessiert, kann sich dazu von Samstag, 1. Oktober, bis Samstag, 26. November, in Odelzhausen am Marktplatz informieren. Von Mittwoch bis Freitag sind von 16 bis 19 Uhr Vertreter von AltoNetz vor Ort, samstags von 9 bis 12 Uhr. Bei der Beratung können auch individuelle Fälle besprochen werden.

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