Eine Partnerschaft mit Amelia wünschen sich Elia Iacocagni (links) und Odelzhausens Bürgermeister Markus Trinkl. cla

Traum von einer Partnerschaft mit Amelia

Odelzhausen - Elia Iacocagni hat einen Traum: eine Gemeindepartnerschaft zwischen Odelzhausen und Amelia. Schon lange wird darüber diskutiert, jetzt stehen die Chancen gut, dass die Partnerschaft tatsächlich realisiert wird.

Elia Iacocagnis Herz schlägt für zwei Heimaten: Für Odelzhausen und Amelia in Umbrien. Der Italiener ist 1965 von der italienischen Kleinstadt nach Odelzhausen gekommen. Deshalb setzt er sich für die Partnerschaft ein. „Erste Kontakte haben sich schon ergeben“, sagt Bürgermeister Markus Trinkl. „Wir wollen es jetzt reifen lassen.“ Vor einiger Zeit waren die Italiener in Odelzhausen, eine Odelzhauser Delegation fuhr bereits vergangenes Jahr nach Amelia.

Die Stadt hat rund 12 000 Einwohner und liegt im südlichen Umbrien, rund 100 Kilometer nördlich von Rom. „Es ist eine idyllische Stadt in verschiedenen Stilen“, erzählt Elia Iacocagni. Amelia ist eine sehr alte Stadt, die vermutlich schon im Jahre 1135 vor Christus gegründet worden ist. Die Stadtmauer stammt noch aus vorrömischer Zeit. Rund um Amelia wachsen Olivenbäume und Steineichen.

„Die Mentalität der Leute ist sehr gastfreundlich. Sie sind sehr offen und modern“, sagt Iacocagni. Er hofft, dass zwischen den Amelianern und den Odelzhausern viele Freundschaften entstehen werden. Auch er selbst hat noch viele Freunde in Italien, die er regelmäßig besucht.

Sowohl in Odelzhausen als auch in Amelia haben sich bereits Partnerschaftsvereinigungen gegründet. „So eine Partnerschaft muss von den Leuten getragen werden“, sagt Bürgermeister Trinkl. „Es hängt von deren Engagement ab.“

Vorstellbar wären zum Beispiel, dass die Vereine zusammenarbeiten. „Je mehr Personen zusammen sind, umso besser ist es“, findet Iacocagni. Auch bei der Real- und der Mittelschule hat er sich schon erkundigt, ob dort Interesse an einem Austausch besteht. Die Lehrer seien offen für die Idee gewesen, erzählt er.

Die Odelzhauser, die sich für die Partnerschaft einsetzen, treffen sich regelmäßig, um neue Pläne zu schmieden. Die neueste Idee ist ein umbrischer Kochkurs. Sie hatten außerdem die Fahnenschwenker aus Amelia zum Feuerwehrfest im September nach Odelzhausen eingeladen. Der Besuch klappt aber leider nicht, da zur gleichen Zeit italienische Meisterschaften stattfinden. „Aber die Einladung steht, vielleicht findet man ja einen anderen Termin“, sagt Elia Iacocagni.

„Wir müssen die Partnerschaft mit Leben füllen“, sagt auch Bürgermeister Markus Trinkl. „Sonst macht es keinen Sinn.“ Die Gemeinden Odelzhausen und Amelia haben bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet, eine Partnerschaft eingehen zu wollen. Die endgültige Entscheidung, ob die Partnerschaft geschlossen wird, müssen aber die Gemeinderäte treffen. Bis es so weit ist, wird es noch etwas dauern, die Räte wollen erst abwarten, ob das Interesse der Odelzhauser auch längere Zeit anhält.

Außerdem fanden in Amelia vor kurzem Lokalwahlen statt, seitdem gibt es eine neue Bürgermeisterin. Odelzhausens Bürgermeister Markus Trinkl hatte bisher zwar noch keine Gelegenheit, um mit ihr Kontakt aufzunehmen. „Ich hoffe aber, dass sie auch offen ist für die Partnerschaft“, sagt er.

Claudia Schuri

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