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Dorf- und Kunstschmied: Adolf Sattleger bei der Arbeit.

Schmied Adolf Sattleger gestorben

Der letzte Schmied in Feldgeding

Feldgeding - Er war Feldgedings letzter Dorfschmied, Adolf Sattleger. Jetzt ist er im Alter von 76 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben. Er hinterlässt viele Spuren auch als Kunstschmied, nicht nur im Ort.

Feldgedings letzter Dorfschmied, Adolf Sattleger, ist im Alter von 76 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Bergkirchner Friedhof zu Grabe getragen worden. Er ist damit seiner 2012 verstorbenen Frau Christa nachgefolgt und hinterlässt drei Kinder und sechs Enkelkinder.

Heimatforscherin Inge Bortenschlager erinnert in einem Nachruf an den Verstorbenen, der 1940 in Günding geboren wurde und in Kärnten, der Heimat seiner Mutter, aufwuchs. 1961 kam er nach Feldgeding, arbeitete zuerst bei der Firma Sandmeier, legte die Meisterprüfung ab und machte sich 1969 im Taferner-Anwesen selbständig. Die Feldgedinger Bauern waren froh, wenn sie mit diversen Reparaturen zum Adi kommen konnten.

Als Kunstschmied machte er sich bald einen Namen und restaurierte im Laufe der Jahre sämtliche Außengitter der Schlösser in Schleißheim, Lustheim und Nymphenburg. Viele Feldgedinger haben Geländer oder schmiedeeiserne Zäune bei ihm anfertigen lassen. So bleibt der Verstorbene in seinen Arbeiten präsent.

„Mit Adolf Sattleger endet der jahrhundertelange Berufsstand des Schmiedemeisters in Feldgeding“, berichtet Inge Bortenschlager. Nach ihren Recherchen lag bis 1865 die Konzession auf dem Schmiedbauern-Anwesen, das 1902 „auf die Gant kam“ (wegen der hohen Schulden versteigert wurde) und von der Familie Fischhaber gekauft wurde. Ab 1865 bis 1926 betrieb Josef Mayr aus Vierkirchen auf dem Anwesen des heutigen „Lederstadel“, eine Schmiede.

Mehrere Söhne der Familie Mayr erlernten den Beruf des Vaters und Großvaters. Einer war Johann Mayr, der sich einen eigenen Betrieb in Feldgeding aufbaute, der Vorläufer der Firma Sandmeier. Aus dem „Schmie“, wie die Feldgedinger sagen, wurde der „Wonga“, als Georg Betz aus Feldmoching die Schmiedtochter heiratete und eine Wagnerei betrieb.

ink

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