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Sie genießen die Ruhe nach dem Sturm: Christa Berger-Stögbauer, Oskar Schmirler (l.), Gerhard Proske und die anderen Siedler haben zehn anstrengende Tage hinter sich.

Aufputschmittel Siedlerfest

Es ist eine feste Tradition: Jedes Jahr nach dem Siedlerfest kommen die Mitglieder des Festausschusses zusammen. Um Bilanz zu ziehen. Um auf den friedlichen Verlauf der zehn Tage anzustoßen. Und um erste Ideen auszutauschen – für das Siedlerfest 2013.

Das Siedlerfest ist vorbei. Aber Christa Berger-Stögbauers Terminkalender ist noch immer voll. Auch nach dem Fest, wenn die letzten Schausteller abgereist gibt es für die Festreferentin und ihr Team jede Menge zu tun. Rechnungen, Dankesschreiben, die Platzreinigung. Einen Abend nehmen sich die Festausschuss-Mitglieder allerdings, um zu feiern, dass die jährliche Großveranstaltung reibungslos über die Bühne gegangen ist. Dieses Jahr bereits zum 56. Mal.

Von der Polizei hat Christa Berger-Stögbauer sehr positive Rückmeldungen bekommen. Bis auf kleinere Streitereien gab es keine Einsätze. Die Helfer des Roten Kreuz mussten lediglich einige Schürfwunden behandeln.

Besonders gespannt waren die Karlsfelder Siedler, wie die Versteigerung des Flughafens München ankommt. Schon Anfang des Jahres hatte Christa Berger-Stögbauer eine Bewerbung losgeschickt. „Der Flughafen bekommt rund 200 Anfragen pro Versteigerung“, erzählt sie. Die Siedlergemeinschaft hatte Glück – sie bekam die Zusage. Auktionator Sepp Mittermeier brachte alle Fundstücke an neue Besitzer. 9300 Euro sind bei der Versteigerung zusammengekommen – 500 bis 1000 Euro davon gehen an die Karlsfelder Bürgerstiftung. Ebenso wie rund 1000 Euro, die bei der Kollekte im Fest-Gottesdienst gespendet wurden.

Aber auch der DM-Tag war heuer wieder ein Erfolg. 1498 Mark haben die Siedlerfest-Besucher noch in ihren Schubladen gefunden – und an den Fahrgeschäften oder Buden ausgegeben.

Es waren zehn erfolgreiche Tage – aber für die Organisatoren auch zehn anstrengende. „Das Durchschnittsalter bei uns im Festausschuss liegt bei 65“, sagt Berger-Stögbauer. Der Siedler-Vorsitzende Edi Kern ist mit seinen 79 Jahren der Älteste – und während des Siedlerfestes jeden Tag im Einsatz. „Wir brauchen keinerlei Aufputschmittel“, sagt Christa Berger-Stögbauer. „Uns hält das Siedlerfest jung.“ Die Erschöpfung ist kaum einem der Organisatoren anzumerken. Sie sind eben ein eingespieltes Team.

Oskar Schmirler hat Christa Berger-Stögbauer einen braunen Umschlag mitgebracht. Die Bewerbung eines Schaustellers. Für das Siedlerfest 2013. „Es ist schon die dritte, die auf meinem Schreibtisch landet“, sagt sie und lacht. Nach dem Fest ist vor dem Fest.

kwo

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