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Abschied: Heinrich Fitger (links) mit Bürgermeister Harald Mundl.

Gemeinderat Weichs

Der "rote Häuptling" Heinrich Fitger verabschiedet sich

Weichs - Der „rote Häuptling“ hat Abschied genommen vom Weichser Gemeinderat: Aus Altersgründen gab Heinrich Fitger (SPD) sein Mandat ab. Bürgermeister Harald Mundl hätte dem Scheidenden am liebsten mehrere Oscars verliehen.

Bevor SPD-Gemeinderat Heinrich Fitger Platz für den Nachrücker Simon Kammermeier am großen Rathaustisch machte, saß er noch mal selbst im Ratsgremium, um offiziell die Zustimmung zur Aufhebung seines Gemeinderatsmandats aus Altersgründen zu bekommen. Jetzt ist der 78-Jährige endgültig Ex-Gemeinderat.

Fitger sprach davon, dass seine verbliebene Zeit kürzer werde und er die Zeit mehr einteilen wolle. Als „Zuagroaster“ habe ich bei den Wahlen nicht schlecht abgeschnitten, betonte er.

Acht Jahre saß er im Gemeinderat. Auch wenn er gerne noch in das geplante, aber mittlerweile auf unbestimmte Zeit verschobenen neue Rathaus mit eingezogen wäre, denke er gerne an Entscheidungen zurück, die wohl noch lange mit ihm in Verbindung gebracht werden. Fitger nannte Beispiele: Aufstellung der Jubiläums-Stele am Rathaus, größerer Saal im Sport- und Bürgerhaus, Gestaltung des neuen Wohnbaugebietes „Aufhausener Feld“. Er wünscht sich für die Zukunft weiterhin einen Gemeinderat mit Energie, offenem Geist und viel Menschlichkeit.

Noch in diesem Jahr will Fitger weitere seiner vielen Ehrenämter abgeben. Er ist derzeit unter anderem Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, Sprecher im Helferkreis Asyl Weichs, Archivar im Rathaus, Hauptredakteur der Heimatblätter und Kulturreferent. Fitger appellierte an seine Gemeinderatskollegen, Werbung zu machen, um geeignete Nachfolger zu finden, die diese Aufgaben übernehmen.

Durch weitere finanzielle Unterstützung der Gemeinde hofft er, dass das kulturelle Angebot weiterhin auf dem bisherigen Niveau gehalten werden kann. Dabei dankte er besonders Bürgermeister Harald Mundl für dessen Unterstützung, „was bei seinen Vorgängern nicht immer so war“.

„Heinrich, wir werden dich vermissen“, sagte Bürgermeister Harald Mundl (WBV) und überraschte den scheidenden Gemeinderat mit einer kleinen, humorvollen Laudatio. „Du hättest wohl so manchen Preis verdient gehabt“, sagte Mundl, „zum Beispiel als Bremer einen Oskar für die Völkerverständigung, da Du Dich immer um die Harmonie zwischen der nördlichen und bayerischen Kultur bemüht hast. Oder aber einen Ehrenamtsoskar, für Dein vielfältiges ehrenamtliches Engagement als ehemaliger Seniorenbeauftragter und Schöffe am Amtsgericht“.

Mundl erinnerte daran, dass Fitger mit seinen vielen Fragen und Anregungen den Gemeinderat oft zum Schmunzeln gebracht hat: „Du warst der rote Häuptling im Rat, der mit so manchem Haushaltsplan auf Kriegsfuß stand. Während den Kommunalwahlen kam es zwischen uns schon mal zur Disharmonie, doch längst haben wir wieder die Friedenspfeife geraucht.“

Als Dank für den Einsatz für die Gemeinde überreichte der Bürgermeister Heinrich Fitger den Bayerischen Löwen mit Weichser Wappen. Eine Erinnerung an Fitgers Zeit als – auch recht diskussionsfreudiger – Weichser Gemeinderat.

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