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Zu viel Verkehr in der Högerstraße. Das und einiges mehr soll sich ändern.

Jetzt wird geplant

Anzings Ortsmitte soll attraktiver werden

Anzing - Weniger Verkehr in der Högerstraße und endlich eine schönere Ortsmitte. Das wünschen sich die Anzinger. Jetzt hat der Gemeinderat erstmals einen Architekten mit der Vorplanung beauftragt.

Anzings Ortsmitte soll attraktiver werden, die Aufenthaltsqualität soll nachhaltig gesteigert werden. Das leidige Thema Verkehr in der Högerstraße soll endlich einmal zu einem befriedigenden Abschluss gebracht werden. Forderungen nach Querungshilfen in diesem Bereich sind wahrlich nicht neu. Es gibt viele Wünsche und Ziele, die man in Anzing schon seit geraumer Zeit verfolgt. Nun ist der erste konkrete Schritt gemacht worden.

Bürgermeister Franz Finauer teilte im Gemeinderat mit, dass für die für Zuschüsse zwingend nötige vorbereitende Untersuchung der Auftrag an das Planungsbüro Architekten und Stadtplaner PLANKREIS aus München gegangen sei. Die Fachleute aus der Landeshauptstadt haben Ähnliches auch schon zum Beispiel im Auftrag der Stadt Ebersberg gemacht. Erste Gespräche fanden inzwischen bereits statt.

Das Planungsbüro hatte sich gegen den Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München durchgesetzt, der beispielsweise die Gemeinde Hohenlinden dabei unterstützt, ihrer Ortsmitte ein neues Gesicht zu verpassen. Bemerkenswert: Obwohl der Planungsverband den Auftrag der Voruntersuchung nicht erhalten hat, bietet er eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem PLANKREIS an.

Konkret geht es um eine Umgestaltung der Högerstraße zwischen Kirche und der Gabelung der Zornedinger Straße mit der Parkstraße; eventuell, so Finauer, auch um die eine oder andere Nebenstraße. Im Rahmen dieser Voruntersuchung soll eine Bestandsaufnahme erstellt werden, eine Analyse und eine Bewertung. Im weiteren Verlauf sollen dann konkret Ziele und Handlungsfelder erarbeitet werden.

Großen Wert soll und muss gelegt werden auf verschiedenen Formen der Bürgerbeteiligung. Das können, so Finauer, Runde Tische sein oder ein neuer Arbeitskreis, der sich zusätzlich zum schon bestehenden Agenda-Kreis „Aktiv für Anzings Mitte“ Gedanken macht, was in der Hauptstraße alles passieren könnte und sollte. Auch Anlieger, Behindertenbeauftragter oder örtliche Seniorenverbände spielten hier eine wichtige Rolle.

Ganz bei Null fängt man in Anzing dabei nicht an. Der Agenda-Arbeitskreis hat bereits Ideen und Vorschläge für eine zeitgemäße Ortsverschönerung der Högerstraße – „unter Berücksichtigung der dörflichen Struktur und der Verkehrsverhältnisse“ – gesammelt und dem Gemeinderat vorgelegt.

In einer Klausurtagung mit dem Planungsverband hatte das Plenum mit dem Arbeitskreis auch schon die Stärken und Schwächen der jetzigen Anzinger Mitte erarbeitet, wie Finauer in einem Aufsatz im Gemeindeblatt schreibt.

Auch eine städtebauliche Förderung zu der vorbereitenden Untersuchung wurde bereits beantragt und genehmigt, so Franz Finauer. Gerade die Wünsche, Ideen und Vorschläge, auch von Kindern und Jugendlichen, seien wichtig und könnten bei den künftigen Runden Tischen und Veranstaltungen vorgebracht werden, damit man sie später auch berücksichtigen könne.

Man habe kein Interesse daran, in einem Hauruck-Verfahren irgendwas in Anzings Ortsmitte zu machen, sondern wolle in den nächsten Jahren schrittweise die detaillierte Planung und Ausführung des Rahmenplanes angehen, so der Rathauschef weiter. Dabei sei natürlich auch die Finanzierbarkeit zu beachten.

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