Schöner Moment nach der Geburt: In der Kreisklinik finden Eltern und Kinder eine gute Atmosphäre vor. Foto: Fotolia

Anna und Maximilian sind die beliebtesten Vornamen

Ebersberg - Anna und Maximilian haben es gut. Sie sind in der Kreisklinik Ebersberg auf die Welt gekommen. Für eine problemlose Geburt hat das Personal vorher zwei Tage trainiert. Das klappte so gut, dass 2012 mehr Mütter in Ebersberg entbinden wollten als im Jahr vorher.

Anna und Maximilian - das waren 2012 die Renner bei den Vornamen der neugeborenen 256 Buben und 227 Mädchen in der Kreisklinik Ebersberg. Dort wurden 16 Babys mehr als im Vorjahr registriert. Sara Collura, Leiterin der sechs angestellten Hebammen und Kollegin der zwei Beleghebammen, freut sich über das Vertrauen und das Lob, welches das Team oft für die individuelle und persönliche Atmosphäre bei der Geburt erhält. „Bei durchschnittlich ein bis zwei Babys pro Tag können wir uns der Mutter und wenn nötig auch dem Vater intensiv zuwenden“, sagt Collura. Die Geburt sei zwar anstrengend, soll aber auch als schönes Erlebnis wahrgenommen werden.

Bei den individuellen Wünschen der werdenden Mütter stand wie in den Vorjahren neben der Akupunktur die Entbindung in der Geburtsbadewanne ganz oben auf der Liste. Die Klinik macht damit Werbung, dass 31 Babys letztes Jahr „als kleine Delfine“ zur Welt kamen. Das habe erneut den Vorreiterplatz Ebersbergs bei den Wassergeburten gefestigt.

Der Aufwärtstrend bei der Geburtenrate stimmt auch Oberarzt Stephan Hasmüller optimistisch, der 2012 neu ins gynäkologisch-geburtshilfliche Team gekommen ist. Er betreut schwerpunktmäßig die Geburtshilfe. Der Mediziner bildet sich dafür weiter, dass der Nachwuchs in der Ebersberger Klinik sicher zur Welt kommt. Eigens dafür absolvierte er, gemeinsam mit Hebammen, Intensivmedizinern, Gynäkologen und Kinderkrankenschwestern ein erfolgreiches, zweitägiges Sicherheitstraining. Grundlage dafür war ein unter der Leitung des Medizinischen Dienstes für geburtshilfliche Notfallsituationen neuentwickeltes Trainingskonzept.

Beteiligt an der Entwicklung dieses Projekts mit dem Namen „Simparteam“ sind laut Klinik Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin.

Ziel aller Beteiligten und Verantwortlichen in Ebersberg ist die Stabilisierung und der Ausbau der Geburtshilfe in der Kreisklinik. Nach der Entstehung des „wohnlichen Familienzimmers“ vor einigen Jahren, soll nun der Entbindungsbereich modernisiert werden unter anderem mit „fröhlichen Farben“ auf Wunsch mehrere Mütter, so Sara Collura. Demnächst soll es für die Neugeborenen auch einen Schlafsack mit der Aufschrift geben: „Geboren in Ebersberg“.

Von Felix Anders

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