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Nur die besten Äpfel werden für den Ebersberger-Land-Saft verwendet.

Bald gibt es Ebersberger Land Apfelsaft

Der Star kommt wieder

Landkreis Ebersberg - Er ist der unumstrittene Star unter den Ebersberger-Land-Produkten. Der Apfelsaft ausschließlich aus Äpfeln, die im Landkreis Ebersberg geerntet wurden, hat inzwischen eine feste Fangemeinde.

Das Getränk hat als hochpreisige Ware den Weg gefunden in den Einzelhandel. Das wird von den verantwortlichen dieser Aktion durchaus als Ritterschlag betrachtet. In ein paar Tagen startet die neue Produktion.

Alle sind schon gespannt, wie heuer die Ernte ausfallen wird. Und das ist sogar in einem so überschaubaren Gebiet wie dem Landkreis höchst unterschiedlich, sagt Josef Rüegg, der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes, der federführend ist bei der Saftproduktion. „In Hohenlinden in meinem Obstgarten und bei meinen Eltern in Schalldorf schaut es jedenfalls gut aus“, sagt Rüegg. Allerdings gab es in der Apfelblüte heuer auch noch Fröste. Mal schauen, wie die Erntemenge ausfällt, wenn ab dem 10. September auf dem Abinger-Hof in der Gemeinde Bruck die heimischen Obstbauern ihre Ware anliefern werden. Angenommen wird in der Zeit von 9 bis 14 Uhr. Insgesamt gibt es in Bruck vier Sammeltermine. Sie sind jeweils samstags, 10. und 24. September, sowie am 8. und 22. Oktober zur genannten Zeit. 

Heuer erfolgt kein Tausch von Rohware in Apfelsaft. Der Ankaufspreis je 100 Kilogramm Streuobst ist 17 Euro bei eigener Anlieferung. „Wir garantieren, dass nur Äpfel aus dem Landkreis Ebersberg verarbeitet werden“, sagt Rüegg. Und es dürfen keine fauligen dabei sein. Denn die verderben den Saft. 

Die Regeln sind streng: Klärschlammausbringung auch als Klärschlammgemisch oder Kompostausbringung (Ausnahme in Gärten anfallender Kompost) sind auf den Streuobstwiesen nicht erlaubt und auch nicht der Anbau auf einer Fläche im Überschwemmungsbereich. Kein chemischer Pflanzenschutz. Mechanische, biologische und biotechnische Maßnahmen sind hingegen erlaubt. Den Apfelbauern ist allem Anschein nach das Geld lieber als die Rücknahme eines Saftkontingents. Das liegt zum Teil daran, dass sie selbst noch Saft für den eigenen Bedarf nebenher produzieren, mit Vitaminen sozusagen ausreichend versorgt sind. Darüber hinaus ist die Lieferung ein logistisches Problem, „zum Beispiel bei der Rücknahme der Paletten“. 

Die absolute Rekordernte bisher gab es im Jahr 2011. Damals konnten 93 Tonnen Äpfel gepresst werden. Herausgekommen ist eine stattliche Menge von 65 000 Litern Saft. Ebenfalls Rekord. Die Kelterei, mit der die Ebersberger-Land-Verantwortlichen zusammenarbeiten, stellen solche Mengen nicht vor ein Problem. „Die haben auch die entsprechenden Lagerkapazitäten.“ Im vorangegangenen Jahr 2010 wurden nur 6,5 Tonnen Äpfel geerntet, ein Jahr nach der Rekordernte wiederum nur 7,5 Tonnen. „Das schwankt stark“, sagt Rüegg und findet es gar nicht schlecht, wenn der Verbraucher merkt, dass die regionale Ware nur begrenzt zu haben ist. „Wenn er aus ist, ist er aus.“ Und das war in manchen Jahren bereits im März der Fall, denn obwohl der Apfelsaft signifikant teurer ist als seine Mitbewerber, findet er doch zügigen Absatz. Wer den säuerlichen Geschmack des Ebersberger Produktes also schätzt, der muss sich ranhalten. Haltbar ist der Saft jedenfalls genauso wie seine Markenbrüder von den renommierten Obstplantagen. In anderen Landkreisen wird noch eine zusätzliche Sammlung von Äpfeln aus zertifizierten Biobetrieben angeboten. Das gibt es im Kreis Ebersberg nicht. „Dafür haben wir zu wenig Biobauern, das rentiert nicht den Aufwand“, erläutert Rüegg

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