Zum Abschluss gab es geräucherten Fisch und Brezen für die Kinder. Rechts: Gewässerwart Martin Paster. Foto: sro

"Wasserflöhe" entdecken die Heimat

Ebersberg - Der Waller Willi und Hugo der Karpfen existieren nur auf dem Papier. Aber die Fische sind trotzdem ausgezeichnete Botschafter - bei dem Projekt „Fischer machen Schule“.

23 Kinder der 4. Jahrgangsstufe der Grundschule Ebersberg machten sich jetzt auf an die Spiegelweiher in Elkofen, um einmal nachzusehen, wo denn die richtigen Fische zuhause sind.

Der Gewässerwart des Kreisfischereivereins Ebersberg, Martin Paster, erklärte den „Wasserflöhen“ die heimische Unterwasserwelt. Die Unterrichtsunterlagen mit Lehrer- und Schülermappen stellte der Landesfischereiverband Bayern zur Verfügung.

Mit im Gepäck waren dabei Becherlupen, Plastikschüsseln, Siebe und Pinsel. Denn wer die kleinsten Wasserbewohner unter die Lupe nehmen will, muss schon genau hinschauen.

Die erste Lektion bestand darin, den Kindern zu erklären, „wie die Bäche und Flüsse noch zu Zeiten ihrer Großeltern ausgesehen haben“, berichtet Paster. Dazu wurden zwei Seile in Schlangenlinien auf den Boden gelegt die einen mäandernden Bach darstellen sollten.

Dann wurde die Seite gerade gezogen. Dieser Zustand entspricht in vielen Fällen leider der Realität, erklärte Paster den Kindern, bevor die einen idealen Bach gestalten durften.

Dazu holten die Schüler aus dem nahen Wald allerlei Materialien, um den Fischen Unterstände und einen guten Lebensraum zu bauen. Zuvor wurde darüber gesprochen, wie denn Karpfen und Co.am besten „wohnen“ sollten, damit ihre Bedürfnisse erfüllt werden.

Im zweiten Teil ging es an den Auslauf des Spiegelweihers, der in die Attel entwässert. Dort wurden die Kinder auf Wassersafari geschickt, wo ihre Aufgabe darin bestand, Bachflohkrebse, Insektenlarven und andere kleine Wasserbewohner mit dem Sieb einzufangen, um sie mit der Becherlupe genau beobachten zu können. Dabei wurde darüber gesprochen, was den die Fische so alles fressen. Und schließlich war man mit diesem Thema bei einem wichtigen Punkt der Exkursion angelangt. Die Kinder machten selbst Brotzeit mit geräuchertem Fisch.

„Das war für die Schüler ein toller Tag, an den sie sich bestimmt noch sehr lange erinnern werden“, sagte Martin Paster beim Abschied seiner „Wasserflöhe“, die sich auf den Heimweg zurück nach Ebersberg machten. Die Fischbrotzeit hatte der Kreisfischereiverein Ebersberg spendiert.

Schulen im Landkreis Ebersberg, die Interesse haben an einer Exkursion mit ihren Kindern an Gewässer im Landkreis Ebersberg können die Unterrichtsmaterialien beim Landesfischereiverband Bayern kostenlos anfordern. Die Kinder werden dann von einem Mitglied des jeweiligen Fischereivereines am Gewässer betreut.

mps

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