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Der Ebersberger Stadtplaner Klaus Molenaar ist sich sicher, dass sich das Sparkassengebäude, das derzeit kernsaniert wird, zum Juwel der Altstadtpassage entwickeln wird.

Sparkassengebäude in der Ebersberger Altstadtpassage

Planer: Hier entsteht ein Juwel

Ebersberg - Glaubt man den Worten des Ebersberger Stadtplaners Klaus Molenaar, entwickelt sich das Sparkassengebäude zum „Juwel der Altstadtpassage“.

Das Haus aus den 1970er Jahren gegenüber den alten, baufälligen Garagen und in Verlängerung des Einkaufszentrums wird derzeit kernsaniert, erweitert und aufgehübscht. Die wesentlichste Veränderung gegenüber dem schmucklosen Waschbeton-Bunker von früher wird die Fassadengestaltung sein.

Der Ebersberger Architekt Matthias Garbe stellte seine Pläne dem Technischen Ausschuss im Stadtrat Ebersberg in der jüngsten Sitzung vor. Kleinteiliger solle die Fassade werden, sagte er, und dennoch die langen Fensterbänder in den Obergeschossen im Grunde genommen beibehalten. Das verlange schon allein die angestrebte Nutzung des Verwaltungsgebäudes, sagte Garbe. Die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg gibt ihren bisherigen Standort am Sparkassenplatz der Kreisstadt auf und muss daher um die 100 Mitarbeiter am künftigen Hauptsitz an der Altstadtpassage unterbringen.

Im Erdgeschoss sind große Schaufenster für Ladengeschäfte geplant, die nach Wunsch des Stadtrats angrenzend an die Geschäfte im E-EinZ zur Belebung der Altstadtpassage beitragen sollen. Das früher dunkelbraun gestaltete Obergeschoss wird mit Aluminium ummantelt und soll durch die Spiegelung des Himmels deutlich unauffälliger erscheinen.

„Stimmt, man sieht’s fast nimmer!“, rief Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) begeistert aus, als Garbe für die Räte einen Entwurf an die Wand projizierte, und sorgte damit für Lacher. „Na, im Vergleich zu jetzt, meine ich“, setzte der Rathauschef hinterher. Vor allem aber besteche das Gebäude künftig durch das Fassadenmaterial, kündigte Garbe an. Er plant eine filigrane, hinterlüftete Konstruktion mit vorgehängten Glasplatten – ähnlich der Fassade an der Schule an der Baldestraße, deren Sanierung Garbe jüngst geleitet hat. Der Architekt schwärmte den Räten gegenüber von Glas als Fassadenmaterial. „Es reflektiert das Licht auf der Rückseite und nimmt so die unterschiedlichen Stimmungen auf.“

Auch Garbes Architektenkollege Molenaar, der als Gewinner des Planungswettbewerbs für den Marienplatz von der Stadt Ebersberg um seine Einschätzung gebeten worden war, ist überzeugt: „Dadurch lebt das Haus mehr oder weniger.“ Nicht auf alle Räte schlug die Begeisterung der beiden Architekten über. Toni Ried von den Freien Wählern beklagte eine „zunehmende Sterilisierung“ der Städte mit Bauten, „die gläsern und glatt sind und blinken“. Für ihn persönlich vermittle herkömmlicher Putz einfach mehr „Heimatcharakter".

Uta Künkler

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