+
Der Plan für das Baugebiet Friedenseiche VIII in Ebersberg.

Grundbesitz für Einheimische

So wird das neue Ebersberger Baugebiet Friedenseiche VIII

Ebersberg - In Sachen Einheimischenmodell ist Ebersberg so etwas wie ein Profi unter den Kommunen. Unermüdlich hat die Stadt ein Bauland nach dem anderen ausgewiesen. Jetzt steht im Groben die Planung für das für viele Jahre wohl letzte große Projekt namens Friedenseiche VIII.

Trotz aller Erfahrung ist man im Rathaus nicht vor herber Kritik gefeit. Für Friedenseiche VIII hagelte es bereits zu Beginn der Planung handfeste Klagen. Zu engstehend, zu hoch, zu nah an bestehenden Häusern und zu großstädtisch seien die Entwürfe, zu viele Bewohner wolle die Stadt in das Gebiet quetschen. Die Stadt hatte sich mit ihrer Planung ungewöhnlich früh an die Öffentlichkeit gewandt und ungewöhnlich viel Protest geerntet. Entsprechend groß war das Interesse von Nachbarn und künftigen Bauwerbern bei der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses.

Dort stellte Architekt Erwin Wenzl die aktuelle Planung für den ersten Teil des Grundstücks zwischen Elsa-Plach-, Erika-Schienagel-Straße und der Straße „Zur Gass“ vor. Zunächst geht es nur um einen etwa einen Hektar großen Streifen am östlichen Rand des Grundstücks. Denn nur dieses Gebiet ist bereits im Besitz der Stadt. Allerdings werden mit dessen Bebauung bereits Maßstäbe für das gesamte Areal gesetzt. Architekt Wenzl und die Stadträte, die seinen Vorschlägen außer Toni Ried (FW) weitestgehend zustimmten, halten im Wesentlichen am ersten Entwurf fest. Demnach könnten auf dem östlichsten Teil des insgesamt etwa 3,8 Hektar großen Grundstücks vier Mehrfamilien- und acht Einfamilienhäuser entstehen. Ein Großteil der Einfamilienhäuser soll mit flach geneigtem Pultdach auf jeweils 300 Quadratmetern Grund verwirklicht werden. Auch wenn, wie Josef Riedl (CSU) sagte, einige Häuser dadurch im Winterhalbjahr „keinerlei Gartensonne“ hätten, einigten sich die Räte auf dreigeschossige Bauten. Angrenzend an die bestehenden Häuser sollen dreigeschossige Wohnungsbauten verwirklicht werden. Diese allerdings hat Wenzl entgegen seiner ersten Planung nach Protesten der Nachbarn vom Bestand abgerückt, nun also mit zwölf anstatt drei Metern Abstand. Eine Tiefgarage und eine Öffnung der verlängerten Erika-Schienagel-Straße nach Süden sind vorgesehen. Insgesamt könnten hier in zwei Jahren 110 Personen einziehen.

Während Ried die „bis ins Maximale getriebene Verdichtung“ kritisierte, bekam Wenzls Entwurf von allen anderen Räten gute Noten. „Wirklich gelungen trotz so viel Masse“, sagte Philipp Goldner von den Grünen. „Eben keine hühnerstallartige“ Architektur, lobte Alois Lachner (CSU). „Der Bedarf ist riesig“, erklärte Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) die Bebauungsdichte. „Wenn wir draußen die Landschaft schonen wollen, müssen wir eben drinnen verdichten.“ Hans Mühlfenzl (SPD) pflichtete bei: „Das ist die letzte große Baulandreserve für die nächsten 15 Jahre. Damit müssen wir bedarfsgerecht umgehen, der Bedarf an Wohnungen und kleineren, günstigeren Eigenheimen ist nun mal groß.“ Der Entwurf des Bebauungsplans liegt nun vier Wochen im Rathaus öffentlich aus.

Uta Künkler

Mehr zum Thema

Auch interessant

<center>Süße Weihnachtsbäckerei</center>

Süße Weihnachtsbäckerei

Süße Weihnachtsbäckerei
<center>König Ludwig 4er Set mini</center>

König Ludwig 4er Set mini

König Ludwig 4er Set mini
<center>Fächer "Liebestaumel"</center>

Fächer "Liebestaumel"

Fächer "Liebestaumel"
<center>Münchner Kalenderblätter</center>

Münchner Kalenderblätter

Münchner Kalenderblätter

Meistgelesene Artikel

Vandalen zerstören Jägerstände im Ebersberger Forst

Ebersberg – Hier waren wohl wütende Jagdgegner am Werk: Elf Hochsitze haben unbekannte Täter rund um das Forsthaus Hubertus im Ebersberger Forst gewaltsam umgerissen.
Vandalen zerstören Jägerstände im Ebersberger Forst

Ebersberger Heldenallee stirbt langsam

Ebersberg - Muss ein Ebersberger Denkmal vor motorisierten Ausflüglern geschützt werden, die ihre Fahrzeuge dort gerne abstellen? „Ja!“, sagen Naturschützer.
Ebersberger Heldenallee stirbt langsam

Landkreis zahlt 12,1 Millionen Euro für Sparkassengebäude

Ebersberg - 12,1 Millionen Euro zahlt der Landkreis Ebersberg für den Ankauf des Sparkassengebäudes neben der Polizei in der Kreisstadt. Das wurde am Montag im …
Landkreis zahlt 12,1 Millionen Euro für Sparkassengebäude

Kommentare