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Nicht sehr einladend: Der TSV Egmating will die Anlagen am Fußballstadion auf Vordermann bringen und hatte sich deutliche Unterstützung der Gemeinde erhofft. Die kommt zwar, aber nicht im gewünschten Umfang. 

Flulichtanlage: Gemeinde gewährt nur 15.000 Euro Zuschuss

Nur halbherzige Hilfe für den TSV Egmating

Rund 74 000 Euro muss der TSV Egmating für vernünftiges Licht auf beiden Fußballplätzen und eine neue Hütte investieren. Die vom Verein beantragte Kostenbeteiligung der Kommune in Höhe von 25 000 Euro fand in der jüngsten Gemeinderatssitzung nicht ausreichend Zuspruch.

Die Egmatinger Gemeinderäte sicherten dem Verein zunächst 15 000 Euro zu, die im Haushalt 2016 nicht berücksichtigt sind. Eine eventuelle spätere Aufstockung des Zuschusses wurde angedacht.

Etwa 40 TSV-Mitglieder in Vereinskleidung verfolgten im komplett gefüllten Sitzungssaal die Diskussion über den Antrag ihres Vereins auf finanzielle Unterstützung zu Neubau und Modernisierung der Flutlichtanlage am Fußballgelände sowie zur Errichtung eines stationären Hüttenanbaus am Sportgelände.

TSV-Vorsitzende Katharina Nowotny stellte die Hintergründe des Projektes und das Zahlenwerk vor. Die Flutlichtanlage sei überaltert, regelmäßig der Auslöser für Stromausfälle am gesamten Gelände. Die massive Abnutzung des Flutlichtplatzes führe bei schlechter Witterung zur Unbespielbarkeit. Die Einrichtungen auf dem „Hauptplatz“ (Tribüne, Trainerbänke, Anlage) könnten ab Herbst bei früher einbrechender Dunkelheit nicht mehr genutzt werden. Die Stromversorgung an der Fußballhütte sei überaltert und den neuen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Der Bau einer Flutlichtanlage am hinteren Platz sowie die Sanierung der Flutlichtanlage am vorderen Platz und der Stromversorgung am Fußballplatz seien notwendig, um ein nachhaltiges und inhaltlich bedarfsgerechtes Training und einen geordneten Spielbetrieb weiterzuführen.

Zum Thema Hüttenanbau führte Katharina Nowotny aus: Der bisherige Zeltanbau funktioniere wegen morscher Balken nicht mehr. Eine feste Hütte würde sowohl dem Verein als auch der Schule für Abschlussfeste und Feiern eine sichere Unterkunft geben.

Otto Heinz (CSU/FW) erkundigte sich nach der Bereitschaft des Vereines, mit anderen Vereinen zu kooperieren oder Spielergemeinschaften zu bilden, um den Platz zu schonen. Nowotny erwiderte, der TSV wolle autark sein und sich nicht den Systemen anderer Vereine unterordnen. Dazu habe intern eine erfolgreiche Umstrukturierung stattgefunden und genau für diese Entwicklungsarbeit sei der Verein vom Bayerischen Fußballverbandes gelobt und ausgezeichnet worden.

Zum Zuschussantrag sagte Bürgermeister Ernst Eberherr, der geforderte Betrag sei im Haushalt 2016 nicht berücksichtigt. „Wir müssen reden, wie das finanziert werden kann.“ Michael Egerland (ABE) wünschte sich, der Verein möge 50 000 Euro selbst stemmen, so könne die Last der Gemeinde auf ein verträgliches Maß gesenkt werden. Hans Heiler (ABE) betonte ebenfalls den Kostenfaktor, räumte aber ein, dass der Platz an sechs bis sieben Tagen pro Woche für Fußballspiel genutzt werde. Beste Lösung für Heiler: Die Lichtanlage am Hauptplatz erneuern und die Gemeinde mit einem Drittel an den Kosten beteiligen.

Bernhard Wagner (SPD) vermisste beim Zahlenwerk des TSV die Summe für Energieeinsparungen aus den neuen Flutlichtanlagen. „Diese Investition hat sich in ein paar Jahren amortisiert.“ Zugleich gab auch er zu bedenken, dass eine Zuwendung an den TSV in gewünschter Höhe Wünsche anderer Vereine nach sich ziehen könne. Wagner plädierte dafür, die Lichtanlagen nicht gleichzeitig, sondern hintereinander zu erneuern. „Es muss nicht alles auf einmal gemacht werden.“ Dem schloss sich Bürgermeister Eberherr an.

TSV-Chefin Katharina Nowotny wollte sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden. „Das macht keinen Sinn, die elektrischen Leitungen sollten zeitgleich verlegt werden für beide Plätze.“

„Wir haben keinen Euro im Haushalt“, kommentierte Eberherr und plädierte dafür, die Zuwendung an den TSV mit 15 000 Euro festzuschreiben und dem Verein die Aufteilung der Summe zu überlassen. Zugleich stellte er eine weitere Unterstützung in Aussicht, sollte der Verein die Gesamtkosten nicht stemmen können. Der Gemeinderat folgte dem Bürgermeister und sprach sich einstimmig für diese Vorgehensweise aus. Der Hüttenanbau wird derzeit nicht bezuschusst.

Susann Niedermaier

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