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Die neuen, aber altbekannten Männer an der Spitze des EHC Klostersee: Sascha Kaefer (li.) ist der neue Präsident und Michael Schunda sein Stellvertreter.

Neuwahl nach der Ära Stolberg

Kaefer rückt an die Spitze des EHC

Grafing - Trotz Rückzugs der ersten Mannschaft und Finanzlochs gehen die  Neuwahlen bei dem Eishockey-Verein harmonisch über die Bühne. Sascha Kaefer übernimmt als neuer Vorsitzender das Ruder,  Michael Schunda und Engelbert Remiger sind seine Stellvertreter.

Los war einiges im beim EHC Klostersee im zurückliegenden Jahr. Seit der letzten Mitgliederversammlung waren unter anderem der Rückzug der Seniorenmannschaft in die Bezirksliga und ein finanzielles Minus zu registrieren. Auch die Führungsspitze des Grafinger Eishockeyvereins musste neu gewählt werden. Dennoch dauerte der offizielle Teil des ordentlichen Mitgliedertreffens gerade einmal 75 Minuten.

Fast 100 Interessierte, mehr als doppelt so viele wie in den Vorjahren und bis auf eine handvoll alle stimmberechtigt, hatten sich im Gasthof „Kastenwirt“ eingefunden und einstimmig sowie auch ohne Gegenkandidaten für die neue EHC-Führungsmannschaft votiert. Zum neuen ersten Vorstand oder auch Präsidenten für den nicht mehr kandidierenden Alexander Stolberg wurde Sascha Kaefer gekürt, der ebenso wie der Vorsitzende Michael Schunda bereits bisher dem Dreier-Gremium angehörte.

Als dritter Vorstand neu in die Vereinsspitze wählten die Mitglieder Dr. Engelbert Remiger, der für seine Vorstellungsrede über optische und inhaltliche Aufbruchstimmung („Ich denke, es fehlte zuletzt der Spaß, die negative Stimmung hatte alle runtergezogen“) viel Beifall erntete.

Gar tosenden Applaus gab es für den leidenschaftlichen Beitrag von EHC-Trainer Dominik Quinlan, der die Anwesenden auf ein sehr wichtiges Jahr einstimmte und um Unterstützung bat: „Wir sind Grafinger Jungs, werden alles geben und spielen für die Leute hier, die in Grafing seit 20 Jahren und länger zum Eishockey gehen. Sollten die Probleme mit den sogenannten Fans weitergehen, werden ich und die Mannschaft ein Zeichen setzen.“

Da waren neben den Kassenprüfern Martin Rothmoser, der außerdem als Wahlleiter fungierte, und Ludger Kroner (wie bisher) auch der neue Schatzmeister Thomas Eibl (das Amt hatte bislang Schunda in Personalunion inne), die Schriftführerin Sylvia Hofmann (für Steffi Lorenz) und der komplette Hauptausschuss mit Cornelia Manz (Eiskunstlauf), Renate Ulrich (Eisschnelllauf/Shorttrack) und Andi Sumpf (Eishockeynachwuchs – alle wie bisher) bereits gewählt gewesen.

Ein paar Nachfragen vor der Entlastung des bisherigen Vorstands (ohne Gegenstimme, ein paar Enthaltungen) gab es zum sehr kurz gehaltenen Berichts Schunda zu den aktuellen Finanzen. „Wir hatten ein schlechtes Jahr, sportlich und finanziell.“ 75 000 Euro Miese stünden aufgrund geringerer Zuschauerzahlen, rückläufiger Sponsorengelder und erhöhter Kosten für den Sicherheitsdienst als operatives Ergebnis zu Buche. Buchhalterisch könne man insgesamt (ideeller Bereich und Oberliga-Spielbetrieb) einen Gewinn von 23 000 Euro ausweisen. „Aber das Geld ist nicht in bar in der Kasse.“

Man sei weiterhin seriös aufgestellt, die Oberliga habe man aber einfach nicht mehr stemmen können, so Michael Schunda. „Der Rückzug war eine schwierige Entscheidung, aber nicht zu vermeiden. Wir im Vorstand haften und haben damit die finanzielle Verantwortung.“

Dem scheidenden Klubboss Stolberg gehörte das Schlusswort mit der Bekanntgabe des Bleibens von Philipp und Nicolai Quinlan (wir berichteten). Der Ex-Präsident stellte noch einmal klar: „Das allerwichtigste ist, dass der Verein weiter besteht und Nachwuchsarbeit leistet.“ Sein Job habe ihm fast immer Spaß gemacht, blickte Stolberg auf 14 Jahre EHC und dabei insbesondere auf eine Dekade Präsidentschaft zurück. „Immer wäre gelogen. Aber wie so vieles im Leben ist so eine Aufgabe eben kein Wunschkonzert.“

Gert Acker, der das Kapitänsamt bei den Rot-Weißen mit der Trillerpfeife eines Nachwuchstrainers tauschen wird, überreichte Stolberg stellvertretend für alle beim EHC engagierten Personen ein Abschiedsgeschenk.

ele

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