Hochwasserschutz und Straßensanierung

Moosach mit großen Plänen

Moosach -  Die Gemeinde muss erheblich in Infrastruktur investieren und plant eine Nahwärmeversorgung. Hier die Einzelheiten aus der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die Gemeinde Moosach muss in ihre Infrastruktur investieren. In der jüngsten Ratssitzung wurden deshalb eine Reihe von Projekten behandelt. Es geht auch um die Hochwassersituation.

Die Kommune war in der Vergangenheit schon Schauplatz schlimmer Überschwemmungsereignisse und hat in den vergangenen Jahren Gegenmaßnahmen ergriffen. Jetzt steht die Ertüchtigung des Streichwehrs am Fehlbach an. Die Kostenschätzungen für diese Arbeiten liegen bei 40 000 Euro. Vorgesehen ist dabei, den Durchlass an der Grafinger Straße zu ertüchtigen. Damit soll eine bessere Abströmung erreicht und verhindert werden, dass bei anhaltenden Starkregenereignissen sich dort das Wasser aufstauen kann. Die Maßnahme wurde den Ratsmitgliedern informell von Diplomingenieur Josef Gruber-Buchecker vorgestellt und wird als dringlich angesehen.

Mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Landesamt für Umwelt abgestimmt ist bereits eine weitere Maßnahme. Es geht um das Hochwasserrückhaltebecken Spiegelbachweiher. Die Details dazu wurden von Jörg Huber vom Ingenieurbüro Dippold und Gerold vorgestellt. Die Ratsmitglieder waren vom Sinn dieses Projektes überzeugt und gaben ihm grünes Licht.

Die entsprechenden Planungen sollen jetzt zur Genehmigung bei den zuständigen Behörden eingereicht werden. Wichtig für die Anlieger: „Im Falle eines Hochwasserschadens durch die Rückhalteanlage wird die übliche Entschädigung geleistet.“ Dieses Detail war Teil des Beschlusses.

Auch der Zustand der Kiesstraßen in der Kommune gibt Anlass zur Sorge. Die Ratsmitglieder diskutierten das weitere Vorgehen zu einer möglichen Sanierung. Gruber-Buchecker hatte zur Sitzung eine Präsentation vorbereitet, die über den Zustand der Straßen im Detail aufklären sollte.

Diese Präsentation soll jetzt an alle Gemeinderäte verteilt werden. Eine Entscheidung, was wann gemacht werden soll, fiel noch nicht. Bis zur nächsten Sitzung wird aber bereits eine Prioritätenliste erstellt werden, um die Sanierung abzuarbeiten. Dabei steht auch die Finanzierung im Hintergrund.

Ebenfalls Vorarbeiten notwendig macht das Nahwärmeprojekt, das die Kommune sich auf die Agenda geschrieben hat.

Zuerst muss dazu der Flächennutzungsplan geändert werden. Die Anlage soll an der Grafinger Straße nördlich des Sägewerks seinen Standort finden. Die Umsetzung der Pläne wird etwa ein Jahr beanspruchen. Trotzdem wollen die Moosacher am Ball bleiben. Auf den Freiflächen am Sägewerk sollen Solaranlagen und ein Heizwerk installiert werden. Den aktuellen Stand der Planungen erläuterte Dietmar Münnich vom Büro „dme consulting“.

Für die Abdeckung der Sommerlast soll demnach eine Großflächensolarthermie mit einer Fläche von 3000 Quadratmetern gebaut werden. Das Nahwärmenetz übernimmt nach derzeitigem Stand die Gemeinde Moosach selbst. In der jüngsten Sitzung fiel dazu aber noch kein Beschluss. Bis Anfang Juli sollen zur nächsten Ratssitzung aber alle nötigen Entscheidungsgrundlagen zusammengetragen werden. Dann könnten folgende Beschlüsse fallen: Übernahme des Nahwärmenetzes, Beteiligung an den Planungskosten und die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes.

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