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Das war ein Festtag vor genau einem Jahr in Anzing: Vinzenz Fröschl (Ehrenvorstand) bei der Einweihung der nach ihm benannten Halle mit der amtierenden Vereinschefin Felizitas Bauer.

Ein Jahr Sporthalle Anzing

Absoluter Glücksfall

Anzing - Die Bilanz kann sich sehen lassen: Nach einem Jahr ist die Vorsitzende des SV Anzing, Felizitas Bauer, mehr als zufrieden. Die neue Sporthalle hat sich als Glücksfall für alle erwiesen.

„Der 4. September 2015 wird in die Chronik des SVA einmal ein wichtiges Datum markieren“. So titelte diese Zeitung vor genau einem Jahr anlässlich der Eröffnung der Vinzenz-Fröschl- Sporthalle in Anzing. 

Das klang damals vielleicht leicht übertrieben. Aber eben nur leicht. Inzwischen kann man sich in Anzing unter aktiven Sportlern oder sportaffinen Bürgern gar nicht mehr vorstellen, dass es die Zweifachhalle nicht gebe. Schon gar nicht mag sich die amtierende Sportvereinsvorsitzende Felizitas Bauer tiefergehende Gedanken machen, was wohl aus den aufstrebenden Handballherren und dem Gesamtverein mittelfristig geworden wäre, hätte es den Neubau im Sportzentrum nicht gegeben. 

Ein Jahr nach der Eröffnung ist Felizitas Bauer rundum zufrieden. Für die SVA-Chefin ist klar: So, wie es gelaufen ist, und das, was da entstanden ist, ist es genau das Richtige für den Verein und den Ort. Sie verweist dabei zum Beispiel auf den aktuellen Belegungsplan, nachzulesen übrigens auf der Homepage des SV Anzing unter www.sv-anzing.de. Ab 15 Uhr sind die große Halle und der benachbarte Judoraum nahezu durchgängig an jedem Wochentag belegt. Vielmehr geht also gar nicht. 

Tatsächlich an die Kapazitätsgrenzen stieß das Gebäude jedoch schon gleich nach der bewusst bescheiden inszenierten Eröffnung. Als nämlich im benachbarten Markt Schwaben, wo jahrelang die Handballer des SVA sozusagen Gäste waren, die Dreifachhalle auf der Wittach Mitte September 2015 zu einer Asylunterkunft auf zunächst unbefristete Zeit wurde und dies auch bis vor ein paar Wochen blieb. Das hatte direkt Folgen auf den Schulsport am Franz-Marc-Gymnasium – und natürlich auf den Vereinssport. 

Alles, was besonders mit dem Handballsport im Landkreisnorden zu tun hatte, schien plötzlich geballt Richtung Anzing zu drängen. 

Aber es sind nicht nur die Ballwerfer, die die Vinzenz-Fröschl-Halle im ersten Jahr belegten, auch die Rock-and-Roller sind speziell am Wochenende in der Halle, dazu die Abteilungen Karate, Eltern-Kind-Turnen oder Turnen. Von den neun SVA-Abteilungen, so Felizitas Bauer, nutzen bis auf die Tischtennisspieler und die Kegler eigentliche alle die Turnhalle; im Winter zeitweise auch die Fußballer und Leichtathleten. Durch die Wiederinbetriebnahme der Gymnasialhalle in Markt Schwaben erhofft sich die Vereinschefin alsbald wieder eine spürbare Entspannung. Auf Nachfrage im Landratsamt Ebersberg hieß es nun immerhin, dass die Dreifachhalle an der Wittelsbacher Höhe Ende September/Anfang Oktober wieder für den Sportbetrieb zur Verfügung stehen werde. Das wird, so die Hoffnung, etwas Druck aus dem Belegungsplan in Anzing nehmen. Ein Jahr Hallenbetrieb in Anzing: Das gibt auch Anlass, auf den Bau als solchen zu schauen. Bauer hat da wenig bis gar nichts zu kritisieren. Es habe kleinere Nachbesserungen gegeben, zum Beispiel zur Optimierung der Akustik im so genannten Judoraum. Ansonsten fällt ihr erstes Resümee nur positiv aus. Es sei, heißt es, in optimaler Weise das umgesetzt worden, was baulich auf dem zur Verfügung gestandenen Gelände umsetzbar gewesen sei. Den praktischen Test habe die Halle in jedem Fall mit Bravour bestanden. Dass die EZ mit Blick auf den 4. September von einem besonderen Tag für den Sportverein geschrieben habe, sei, fügt sie an, in der Tat nicht wirklich verkehrt gewesen. 

Auch aus sportlicher Sicht ist nach den ersten zwölf Monaten eine positive Bilanz zu ziehen. Ihre erste Bewährungsprobe bestand die Halle beim Auftakt-Heimspiel der Handballherren in der Bayernliga im Derby gegen Unterhaching vor über 500 Zuschauern. Das Match wurde gewonnen – wie viele weitere Heimspiele danach auch. Jedenfalls so viele, dass das Team die vierthöchste deutsche Spielklasse diesmal relativ locker halten konnte. Wohl nicht zuletzt auch dank der heimischen Spielstätte, die wegen des höherklassigen Herrenhandballs so etwas wie ein sportlicher Publikumsmagnet geworden ist. Mit Stolz weiß man beim SVA, dass es derzeitig im Landkreis Ebersberg kaum ein Team gibt, dass eine größere Zuschauerresonanz hat. Ohne die Vinzenz-Fröschl-Halle wäre das alles wohl nur ein Traum geblieben. 

„Die Halle“, sagt die SVA-Vorsitzende, „kam genau zum richtigen Zeitpunkt“. Was man noch nicht weiß, ist, mit welchen Betriebskosten nach dem ersten kompletten Jahr gerechnet werden muss. Eine erste Übersicht erwartet Felizitas Bauer heuer im Herbst. Und sie fügt an: „Ich kann noch nicht absehen, was da auf uns zukommt.“ Deshalb wird es in keinem Fall schaden, alsbald an die zu erinnern, die sich als Sponsoren verdient gemacht haben. Die einst angekündigte Tafel mit den Spendernamen steht nämlich noch aus. Und schaden kann es wohl auch nicht, nochmals auf das noch immer bestehender Spendenkonto des Klubs zu verweisen

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