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Patrick S. (23) aus Kirchseeon zeigt auf einen frischen Kratzer an seinem neuen Seat. Sein Wagen ist immer wieder Ziel von Kratzattacken eines unbekannten Täters. Jetzt will das Opfer eine Überwachungskamera installieren.

Jetzt will er eine Überwachungskamera installieren

Kirchseeoner verzweifelt: Ständig wird sein Auto zerkratzt

Kirchseeon - Patrick S, ist sauer und frustriert. Seit 16 Monaten wird das Auto des 23-jährigen Kirchseeoners immer wieder zerkratzt. Zunächst sein alter Audi 80, jetzt sein fabrikneuer Seat. Warum, das ist für den Speditionskaufmann absolut rätselhaft.

Der Grund für die Kratzattacken für den Speditionskaufmann absolut rätselhaft. „Da fühlt man sich einfach total hilflos.“ Er hat die Polizei Ebersberg eingeschaltet. Gebracht hat das bisher nichts. Jetzt will S. eine Überwachungskamera installieren.

Begonnen hat alles im März 2015. Schauer war mit seiner Freundin (23) in eine gemeinsame Wohnung an der Münchner Straße in Kirchseeon gezogen. Das Mehrfamilienhaus mit einem Hof und Garagen liegt etwas von der Bundesstraße zurückgesetzt. Damals hatte S. einen 20 Jahre alten, blauen Audi 80. Er entdeckte plötzlich kleine, aber sichtbare Kratzer im Lack. Dann wurden es immer mehr.

„Im Hof gibt es einen Bewegungsmelder. Wenn jemand in der Nacht kommt, dann geht das Licht an.“ Aber das scheint den Täter nicht zu stören. Einen persönlichen Racheakt einer Ex-Freundin schließt der 23-Jährige ebenso aus wie eine Aktion einer früheren Beziehung seiner Freundin. Sie hatte vorher in München gewohnt, er im Landkreis Freising. „Die wissen nicht, wohin wir gezogen sind.“ Auch dass die neuen Nachbarn hinter den Kratzern stecken könnten, kann sich S. nicht vorstellen. „Mit denen haben wir ein gutes Verhältnis.“ Für unmöglich hält er auch, dass ein Arbeitskollege ihm etwas antun wolle. Schauer kommt auf die seltsamsten möglichen Erklärungen, warum der Täter sich gerade sein Auto ausgesucht hat. Ähnliche Fälle gebe es in der Nachbarschaft nämlich nicht. 

Dann verkaufte S. seinen alten Audi. „Ich habe lange auf einen neuen Wagen gespart.“ Er freute sich auf seinen neuen anthrazitfarbenen Seat Leon. Das war im November vergangene Jahres. „Dann war ein paar Wochen Ruhe“, berichtet der Kirchseeoner. Aber plötzlich sei es wieder losgegangen. Zunächst kamen kleinere, nur ein paar Zentimeter lange Kratzer im neuen Auto. Dann wurden sie größer. S. stellte sein Auto in der Umgebung ab. Wieder passierte zunächst nichts. Dann fand der Täter sein Auto auch dort. „Ich habe die Kratzer rauspoliert oder rauspolieren lassen. Man sieht sie aber immer noch."

Als der Seat nun vor einem nahen Geschäftshaus geparkt war, schlug der Täter erneut zu. „Der Schaden beträgt diesmal laut Kostenvoranschlag rund 1200 Euro. Das kann nicht mehr poliert werden. Da ist eine neue Lackierung fällig.“

Schon einmal hat S. Anzeige erstattet. Nun ging er erneut zur Polizei. „Ich habe mir schon überlegt, mich auf den Balkon zu legen und den Hof die Nacht über zu beobachten. Aber das bringt wohl wenig. Da bleibe ich die ganze Nacht auf und dann kommt er nicht.“ Stattdessen will der Kirchseeoner eine Überwachungskamera aufstellen. Was da erlaubt ist, hat er sich von der Polizei erklären lassen. Seine Nachbarn hätten der Aktion zugestimmt. „Das war auch notwendig, um die Kamera installieren zu können.“ Nur die Unterschrift des Vermieters fehle noch. Derzeit informiert Schauer sich im Internet über die technischen Möglichkeiten. Und dann hoffte er entweder auf gute Bilder oder dass sich der Täter von der Kamera abschrecken lässt.

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